Olympiabewerbung? Senat muss alle Karten auf den Tisch legen
Fragenkatalog zu möglichen Plänen einer Bewerbung für Olympische Spiele 2024
Gestern hat der DOSB einen Fragenkatalog zu einer möglichen Bewerbung der beiden Städte Berlin und Hamburg an deren Regierungen übergeben. Dazu erklärt die sportpolitische Sprecherin Gabriele Hiller:
Es wird höchste Zeit, dass sich der Senat zu möglichen Plänen einer Bewerbung Berlins für Olympische Spiele 2024 offiziell äußert. Was wurde dem DOSB versprochen, mit welchem Konzept geht Berlin an die Beantwortung der Fragen, wie werden Parlament und Bevölkerung einbezogen?
Allein eine Beteiligung an einer Bewerbung würde die Stadt ca. 50 Mio. EU kosten. Es ist also vorher zu klären, ob man sich auf ein solches Vorgehen einlassen will.
Nach den bisherigen Erfahrungen Berlins im Umgang mit Großprojekten ist eine umfangreiche Beteiligung der Bevölkerung an diesem Entscheidungsvorgang unumgänglich. Dazu sind alle Voraussetzungen zu erklären und transparent darzulegen. Der Senat wäre gut beraten, sich vom DOSB nicht zu Entscheidungsnotständen verleiten zu lassen und diesen Vorgang mit Vernunft und Verantwortungsbewusstsein im Interesse der gesamten Stadt anzugehen. Bevölkerung und Parlament sind direkt und unmittelbar in alle Entscheidungen einzubeziehen.

