Olympiabewerbung: viel Lyrik, wenig Konkretes, hohe Risiken

Udo WolfDIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Haushaltsrisiken weit über die 2,4 Milliarden Euro hinaus

Der Fraktionsvorsitzende Udo Wolf erklärt:

Viel Lyrik, wenig Konkretes. Nichts von dem, was der Senat in seinen jetzt veröffentlichten Antworten auf den Fragenkatalog des DOSB über Olympische Spiele in Berlin verlauten lässt, ist belastbar.

Die Bewerbung birgt immense Haushaltsrisiken weit über die 2,4 Milliarden Euro hinaus, die vom Senat für Investitionen in Sportstätten geschätzt werden.

Die Linksfraktion hat in den Haushaltsberatungen 2014/2015 für Investitionen in die soziale und bauliche Infrastruktur der Stadt bescheidene 315 Millionen Euro zusätzlich beantragt - für Dinge, die die Stadt wirklich dringend braucht. SPD und CDU haben sie mit Verweis auf die Altschulden abgelehnt.

Jetzt ist die gleiche Koalition bereit, allein 1 Milliarde Euro in temporäre Anlagen fließen zu lassen. Anlagen, die weder dem Breitensport noch der Stadt nutzen. Das ist verlorenes Geld. Und führt den Slogan des Senats, angeblich nachhaltige Spiele zu wollen, ad absurdum.

Nach wie vor bleibt er konkrete Ideen schuldig, wie eine verbindliche Beteiligung der Berlinerinnen und Berliner aussehen soll.

Unterm Strich bleibt: Die Risiken Olympischer Spiele in Berlin sind deutlich höher als der vermeintliche Nutzen. Berlin hat andere drängende Probleme.

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