Reisesenator Henkel weckt Erwartungen

DIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Berlins Sportsenator fliegt mit großem Team und Tamtam nach Sotschi

Die sportpolitische Sprecherin Gabriele Hiller erklärt:

Die Reise Frank Henkels zu den Olympischen Spielen nach Sotschi weckt viele Erwartungen. Denn während politisch Verantwortliche aus aller Welt ihre Teilnahme absagten, fliegt Berlins Sportsenator mit großem Team und Tamtam nach Russland. Fünf Tage und fünf Teilnehmer sind geplant, die Kosten der Reise sollen bei insgesamt 38.000 Euro liegen. Von »olympischer Bescheidenheit« mit der Henkel für Berlin werben will, ist an dieser Stelle nichts zu spüren.

Deshalb wollen wir gerne genauer wissen: Welche informellen Gespräche zu welchen Themen werden geführt? Welche Wintersportveranstaltung will er nach Berlin holen? Will er sich besonders für Frauensport engagieren, schließlich sind die meisten der Berliner Teilnehmer weiblich? Wie wird er sich für Menschenrechte, gegen Homophobie engagieren? Wird er ökologische Themen in den Mittelpunkt seines Besuches stellen? Gehören Fragen der demokratischen Mitwirkung bei der Vergabe von sportlichen Großveranstaltungen zu seinen Gesprächsthemen? Wieso fliegen fünf Personen mit, waren es doch unter vorherigen Senatoren lediglich zwei Vertreter der Berliner Verwaltung?

Das wirkt unangemessen, ja politisch unnötig. Der Senator wird sich ausführlichen Nachfragen zu dieser Reise stellen müssen.

Kontakt