Schafft der Senat Social Media noch in diesem Jahrhundert?

DIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Drei Monate für eine Antwort aus sieben Absätzen und nichtssagenden Bekenntnissen

Anlässlich der heutigen Parlamentsdebatte zu den Sozialen Medien in der öffentlichen Verwaltung erklärt der rechtspolitische Sprecher Klaus Lederer:

Fast drei Monate hat der Senat gebraucht, um zwei Kleine Anfragen der Linksfraktion (DS 17/10164 und DS 17/10165) zu Sozialen Medien und der Kommunikation zwischen Senat und Bevölkerung zu beantworten. Drei Monate für eine Antwort aus sieben Absätzen und nichtssagenden Bekenntnissen! Wer das liest, wird sich fragen, ob der Senat in diesem Jahrhundert Social Media noch schafft.

Da hilft auch nicht der Hinweis auf die Praxis anderer Bundesländer. Denn der Blick nach Hamburg zeigt, dass dort die Herausforderungen und Probleme der Nutzung Sozialer Medien in der Verwaltung längst erkannt und auch Schlussfolgerungen gezogen wurden.

Es scheint, als habe der Berliner Senat erst mit der Einreichung der beiden Anfragen von der Existenz Sozialer Medien erfahren. Die Antwort ist eine Bankrotterklärung. Berlin läuft Gefahr, eine wichtige Entwicklung schlicht durch Nichtstun zu verschlafen.