Schicksale ehemaliger Heimkinder sollen aufgeklärt werden
Geschehenes Unrecht anerkennen und Rehabilitation der Betroffenen erwirken
Der Abgeordnete der SPD-Fraktion Sven Kohlmeier und die kinder- und familienpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Dr. Margrit Barth, erklären:
Der Bildungsausschuss des Abgeordnetenhauses hat heute fraktionsübergreifend einen Antrag der rot-roten Koalition beschlossen, um das Schicksal von ehemaligen Heimkindern, Fürsorgezöglingen, Schülerinnen und Schülern aufzuklären. Danach soll eine Anlaufstelle geschaffen werden, die Betroffenen Beratung und Hilfestellung bei der Aufarbeitung erlittenen Unrechts gibt. Außerdem soll eine wissenschaftliche Erforschung der Verhältnisse in Berliner Heimen in den 40er bis 70er Jahren erfolgen.
Unterstrichen wurde die Notwendigkeit eines solchen Vorgehens, als in der Ausschusssitzung ein Betroffener spontan das Wort ergriff und seine Situation darstellte.
Der Vertreter der SPD-Fraktion im Ausschuss, Sven Kohlmeier, betonte: „Mit dem Antrag wird vergangenes Unrecht nicht ungeschehen. Wir wollen einen Rahmen für die Aufarbeitung schaffen, es soll Licht in ein dunkles Kapitel staatlicher Berliner Obhut gebracht werden. Uns erfreut besonders, dass alle Fraktionen dem zugestimmt haben.”
„Von Willkür und Gewalt waren in Berlin Zehntausende Heimkinder betroffen, auch im Westteil der Stadt. Es ist das Mindeste, dass die heute politisch Verantwortlichen geschehenes Unrecht anerkennen und das in ihrer Macht liegende tun, um eine Rehabilitation der Betroffenen zu erwirken“, so Margrit Barth von der Fraktion DIE LINKE.
Für Nachfragen:
Thorsten Metter 0179-1183323
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