Schlecker-Insolvenz: Jetzt ist regionale Lösung notwendig

DIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Auffanggesellschaft für die Beschäftigten der Schlecker-Drogerie-Kette

Zu den gescheiterten Verhandlungen über eine Auffanggesellschaft für die Beschäftigten der Schlecker-Drogerie-Kette erklärt die arbeitsmarktpolitische Sprecherin Elke Breitenbach:

Dass die FDP die Verhandlungen über eine bundesweit aktive Transfergesellschaft hat scheitern lassen, ist ein Skandal erster Ordnung und an Ver-antwortungslosigkeit nicht zu überbieten.

Gebraucht wird jetzt umgehend eine regionale Lösung für die in Berlin von Kündigung bedrohten Beschäftigten der Schlecker-Märkte. Senat und Regionaldirektion sind da in der Pflicht. Appelle an den Einzelhandel, Schlecker-Beschäftigte einzustellen, reichen nicht aus. Die meisten Betroffenen sind Frauen mit geringem Einkommen und geringer Qualifikation. Sie brauchen Möglichkeiten zur Weiterbildung, um schnell wieder Beschäftigung zu finden.

Der Verdacht liegt nahe, dass im Falle eines Bau-, IT- oder Autokonzerns anders entschieden worden wäre. Für Holzmann, Nokia oder Opel wurden selbstverständlich Transfergesellschaften gebildet, mit guten Ergebnissen. Bei Schlecker droht jetzt die Zerschlagung der gesamten Kette, alle 11.000 Arbeitsplätze sind in akuter Gefahr und es betrifft vor allem Frauen. Der FDP sind diese offensichtlich kein besonderes Engagement wert.