Schleunigst von Olympiabewerbung Abstand nehmen
Entscheidung des DOSB sollte beim Berliner Senat alle Alarmglocken schrillen lassen
Die sportpolitische Sprecherin Gabriele Hiller erklärt:
Die Entscheidung des DOSB-Präsidiums, mit einer deutschen Bewerbung für Olympische Spiele 2024 und eventuell 2028 ins Rennen zu gehen, sollte beim Berliner Senat alle Alarmglocken schrillen lassen.
So ist das Festhalten des DOSB am Ziel einer Olympia-Bewerbung für 2024 vollkommen unverständlich, da der Deutsche Fußballverband für das gleiche Jahr bereits eine Bewerbung zur Austragung der Fußball-EM anstrebt. Das DOSB-Präsidium ignoriert mit seiner Festlegung die notwendige Bewertung der in Aussicht gestellten Reformen des IOC ebenso wie die Forderungen nach verfassungsrechtlich legitimierten Volksbefragungen in den potentiellen Bewerberstädten vor einer Entscheidung.
Dem Senat sollte der Wille der Bürgerinnen und Bürger nicht egal sein. Trotz aller Beteuerungen der SPD-CDU-Koalition wartet Berlin bis heute vergeblich auf einen Vorschlag für einen Volksentscheid.
Die Linksfraktion sieht sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt und unter den gegenwärtigen Bedingungen durch das Vorgehen des DOSB und die Reaktionen aus dem Senat in ihrer Ablehnung einer Bewerbung Berlins für Olympia bestätigt.

