Schulsozialarbeit ist in Gefahr!

Katrin SeidelDIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Stellenkürzungen während der laufenden Arbeit

Die jugend- und familienpolitische Sprecherin Katrin Möller erklärt:

Die Linksfraktion fordert den Senat auf, alle 255 Stellen für Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen an den gegenwärtigen Standorten auch für die kommenden beiden Haushaltsjahre finanziell abzusichern. Dies war während der Haushaltsberatungen im Bildungsausschuss zugesichert worden. Allerdings wurden die Mittel zu knapp berechnet, womit 20 Stellen in Gefahr sind.

Senatorin Scheeres bestätigte gestern im Parlament, dass hier »Klärungsbedarf« bestehe. Es ist aber mehr als zynisch, wenn die Senatorin als Rechtfertigung der drohenden Kürzung im Nachhinein fachliche Gründe und Umstrukturierungsbedarf aus dem Hut zaubert.

Es ist inakzeptabel, wenn SPD und CDU einerseits populistisch ein neues »Brennpunktschulprogramm« auflegen, das selbstverständlich den Einsatz zusätzlicher Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter beinhaltet, aber andererseits bei den jetzigen Programmen und Regelangeboten der Schulsozialarbeit Stellenkürzungen während der laufenden Arbeit betreibt.

Die Jugendsozialarbeit wird an allen aktuellen Standorten gebraucht und muss erhalten bleiben!