Senat verrennt sich in Olympia-Euphorie

DIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Der Senat gaukelt schon jetzt eine Olympia-Euphorie vor, die es nicht gibt

Die sportpolitische Sprecherin Gabriele Hiller erklärt:

Der Senat gaukelt schon jetzt eine Olympia-Euphorie vor, die es nicht gibt. Nach Umfragen lehnen etwa die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger eine Bewerbung Berlins für 2024 bzw. 2028 ab. Statt sich in ein neues Großprojekt zu stürzen, gibt es den vielfachen Wunsch, dass sich der Senat erst einmal den vielen alltäglichen Baustellen in der Stadt widmet.

Nun so zu tun, als könne man durch Diskussionen die Probleme fehlender Investitionen in die Infrastruktur, in Wohnen, Bildung oder Personal lösen, ist ein Trugschluss. Da hilft auch nicht, diejenigen aus der Debatte auszugrenzen, die eine Olympia-Bewerbung kritisieren und zum jetzigen Zeitpunkt ablehnen.

All die schöne Verpackung kann zudem nicht darüber hinwegtäuschen, dass es noch immer keinen Weg gibt, wie die Bürgerinnen und Bürger verbindlich zur Bewerbung befragt werden. Das ist nicht nur eine Frage des noch nicht feststehenden Termins, sondern die Frage nach der Änderung der Verfassung. Dafür hat die Koalition noch immer nichts unternommen. Ein Senat, der nicht zeigt, dass er aus seiner Abstimmungsniederlage zum Tempelhofer Feld etwas gelernt hat, sollte sich nicht mit Olympia verrennen.

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