Senats-Bäderkonzept kann nur ein erster Aufschlag sein
Dass die Schließung von Bädern ausgeschlossen und der Bau neuer Bäder geplant wird, begrüßen wir
Die sportpolitische Sprecherin Gabriele Hiller erklärt:
Nach langem Hin und Her und undurchschaubarem Gerangel hat der Senat endlich einen Vorschlag zur Weiterentwicklung der Bäderlandschaft vorgelegt, der jetzt breit diskutiert werden muss. Dass darin die Schließung von Bädern ausgeschlossen und der Bau neuer Bäder geplant wird, begrüßen wir. Anderes indes scheint unausgegoren und bleibt auf halbem Wege stehen.
Offen bleiben aus unserer Sicht beispielsweise wichtige Fragen zur Neugestaltung der Eintrittspreise in den Bädern. Die jetzigen sind für viele Berlinerinnen und Berliner nicht mehr bezahlbar. Hier muss der Senat dringend aktiv werden. Wir fordern vom Senat, sich endlich dazu zu bekennen, dass Bäder Bestandteil der Daseinsvorsorge sind und dafür zu sorgen, dass der Badbesuch nicht Luxus, sondern für alle erschwinglich ist.
Diskutiert werden muss auch das Verhältnis von öffentlichem und Vereinsschwimmen. Auch hier müssen die Berlinerinnen und Berliner vor Ort mitreden und -entscheiden können.
Völlig ungeklärt bleibt zudem, wie der Senat die regionalen Versorgungsunterschiede in der wachsenden Stadt Berlin und den Sanierungsstau beseitigen will. Hier erwarten wir nicht nur eine ehrliche Bestandsaufnahme über den Zustand der Berliner Bäder-Betriebe, sondern endlich konkretes Handeln. Beidem haben sich die Verantwortlichen bisher entzogen.

