Senatsbefragung zur Olympiabewerbung Berlins ist eine Farce
Vor der einfachen Frage, ob man eine Bewerbung Berlins richtig oder falsch findet, drückt sich der Senat
Die sportpolitische Sprecherin Gabriele Hiller erklärt:
Die Online-Befragung des Senats zu einer Olympiabewerbung Berlins ist eine Farce. Die neun Fragen sind suggestiv, ja geradezu manipulativ – nach dem Muster: »Finden Sie nicht auch, dass uns schönes Wetter gut tut?«
Vor der einfachen Frage, ob man eine Bewerbung Berlins richtig oder falsch findet, drückt sich der Senat. Das ist unsouverän und zeigt, dass SPD und CDU aus dem Volksentscheid zum Tempelhofer Feld offenbar nichts gelernt haben. Die Online-Befragung ist der peinliche Versuch, Bürgerbeteiligung zu simulieren, um nachträglich Senatshandeln zu legitimieren.
Fakt ist: Wenn der Senat Ende August beim Deutschen Olympischen Sportbund seine Bewerbung abgibt, macht er dies ohne ein Votum der Bürgerinnen und Bürger der Stadt und des Parlaments. Egal, wie hoch oder niedrig er den Wert dieser Online-Befragung in der Sommerpause hängt.

