Soziales Wohnen braucht mehr als Neubau

Katrin LompscherDIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Preiswerter Wohnraum braucht umstrittene Bauflächen auf dem Tempelhofer Feld nicht

Zur Jahres-Pressekonferenz des Verbandes der Berlin-Brandenburgischen Wohnungswirtschaft BBU erklärt die Sprecherin für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Katrin Lompscher:

Der Verband der Berlin-Brandenburgischen Wohnungswirtschaft BBU lieferte im Vorfeld des Volksentscheides um das Tempelhofer Feld heute ein wichtiges Argument gegen den Masterplan des Senats. Obwohl die Investitionen der BBU-Unternehmen in den Wohnungsneubau stark angestiegen sind, liegen die Mieten mit 5,28 Euro pro Quadratmeter weiterhin unter dem Mietspiegeldurchschnitt. Das zeigt, wenn für Wohnungsbau geeignete landeseigene Liegenschaften schnell und zu vernünftigen Konditionen bei den Unternehmen »ankommen«, brauchen wir die umstrittenen Bauflächen auf dem Tempelhofer Feld, die teuer erschlossen werden müssen, nicht.

Die Fraktion DIE LINKE fordert deshalb vom Senat, endlich ein strategisches Flächenmanagement für soziales Wohnen zu etablieren. Die geplante Förderung von 1.000 Wohnungen im Jahr ist zudem ein Tropfen auf den heißen Stein. Hier müssen Senat und Koalition nachbessern und auch die Modernisierung des Bestands und den Ankauf einbeziehen. Darüber hinaus braucht es vernünftige Rahmenbedingungen für den Wohnungswechsel bzw. Wohnungstausch.

Gerade die BBU-Mitgliedsunternehmen sind gefordert, mieterfreundlich zu agieren, indem sie z.B. bestehende Verträge fortführen und auf Neuvermietungszuschläge verzichten. Die städtischen Unternehmen müssen hier Vorbild sein und vom Senat entsprechende Vorgaben erhalten.

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