SPD knickt bildungspolitisch vor CDU ein
Statt Bildungspolitik nun Bußgelder, Sanktionen und Überwachungsanlagen
Zum aktuellen »Rundumschlag« in Sachen Schule durch die Koalition erklärt die bildungspolitische Sprecherin Regina Kittler:
Da hat es Berlin in den vergangenen Jahren geschafft, dass alle Oberschulen den Weg zum Abitur öffnen! Da erarbeitet die »Baumert-Kommission« von Bildungsexperten, beauftragt durch Senatorin Scheeres, kluge Empfehlungen für ein dringend notwendiges neues Lehrerbildungsgesetz und traut sich, den alten Zopf »höherwertigerer« Gymnasiallehrerinnen bzw. -lehrer abschneiden zu wollen! – Und dann macht die CDU nicht mit, weil sie offensichtlich weiter im Bildungsmief voriger Jahrhunderte verharren will, besteht auf getrennten Studiengängen für Lehrkräfte an Sekundarschulen und an Gymnasien. Und die SPD-Fraktion fällt um und ihrer Senatorin in den Rücken.
Und anstatt zur Eindämmung von meist sozial bedingten Problemen wie fehlenden Sprachkenntnissen, das Schwänzen von Unterricht oder Gewalt an Schulen über zusätzliche Hilfen und Fördermaßnahmen zu diskutieren oder über die Notwendigkeit, neue Lern- und Lehrwege zu beschreiten, lässt sich die SPD auf eine Law-and-order-Politik der CDU einschwören, wie sie die Stadt bis dahin aus guten Gründen ablehnte. Problemen soll künftig mit Bußgeldern und Sanktionen oder mit Überwachungsanlagen beigekommen werden. Statt Öffnung der Schulen in die Kieze kommt Abschottung.
Bildungspolitisch sind die Pläne der SPD-CDU-Koalition ein großer Rückschritt. Moderne und sozial verantwortungsbewusste Bildungspolitik sieht anders aus!

