SPD und CDU wollen keine Rettung für die Jugendarbeit
Bezirke hätten 11 Millionen Euro zusätzlich benötigt, doch das wurde abgelehnt
Die kinder- und jugendpolitische Sprecherin Katrin Möller erklärt:
Die SPD-CDU-Koalition hat gestern bei den Abschlussberatungen zum Landeshaushalt die letzte Chance vertan, in Berlin die Angebote der allgemeinen Kinder- und Jugendförderung zu sichern.
Diese Angebote werden aus den Budgets der Bezirke bezahlt und deren Kassen sind bekanntlich knapp. Deshalb beschließen immer mehr Bezirksparlamente, bei der Jugendarbeit zugunsten anderer Aufgaben zu kürzen.
Experten hatten ein Modell entwickelt, das den Bezirken ein zweijähriges Moratorium für die Jugendarbeit eingeräumt und ab sofort zumindest den Abbau der flächendeckend unterfinanzierten Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche gestoppt hätte. Dies wurde von allen fachpolitischen Gremien auf Bezirks- und Landesebene und auch vom Rat der Bürgermeister unterstützt.
Für die Umsetzung des Modells hätten die Bezirke in 2014 und 2015 je 11 Millionen Euro zusätzlich benötigt, doch unser Antrag wurde abgelehnt. Dass der Abbau in der Jugendarbeit jetzt munter weiter gehen kann und die letzten noch verbliebenen Strukturen weiterhin herunter gewirtschaftet werden, hat die rot-schwarze Koalition zu verantworten.

