Tag der Befreiung sollte endlich offizieller Gedenktag sein
Zum 69. Mal jährt sich morgen jener Tag
Der Fraktionsvorsitzende Udo Wolf erklärt:
Zum 69. Mal jährt sich morgen jener Tag, an dem das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte ein Ende fand. Europa wurde von Faschismus und Krieg befreit.
Von Berlin gingen Holocaust und Zweiter Weltkrieg aus. Hier hatte die faschistische Diktatur ihre Zentrale. Und hier fand sie am 8. Mai 1945 schließlich ihr Ende.
Dass vor diesem Hintergrund Berlins Justizsenator Heilmann eine Kampagne zur Räumung des T34-Ehrenmals im Tiergarten unterstützt, ist nicht nur Ausdruck unfassbarer Geschichtsvergessenheit. Es ist geeignet, dem Wiedererstarken von Rassismus, Antisemitismus und neonazistischem Gedankengut Vorschub zu leisten. Kräfte in der Stadt, die den 8. Mai in den vergangenen Jahren nutzten, um Denkmäler mit Naziparolen zu beschmieren, werden bestärkt.
Wir erwarten von SPD und CDU, dass sie sich in dieser Frage klar von Senator Heilmann distanzieren. Der Senat sollte vielmehr die Initiative von Rot-Rot fortführen und auf Bundesebene dafür streiten, dass der Tag der Befreiung als nationaler Gedenktag endlich in den bundesdeutschen Erinnerungskalender aufgenommen wird.

