Türken und Kurden in Berlin müssen sich gemeinsam für Frieden einsetzen

DIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Giyasettin Sayan zu den Übergriffen nationalistischer Jugendlicher

Zu den Übergriffen nationalistischer türkischer Jugendlicher auf Kurden in Kreuzberg erklärt der flüchtlingspolitische Sprecher Giyasettin Sayan:

Ich rufe alle türkischen und kurdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger auf, in Berlin zu zeigen, dass wir weiterhin in Frieden miteinander leben wollen. Jeder von uns ist gefordert, sich aktiv dafür einzusetzen. Wichtig ist, mit den aufgehetzten Jugendlichen zu reden und deutlich Position gegen alle Gewalt zu beziehen.

Aufklärung tut Not: Darüber, dass die Grauen Wölfe wie andere rechtsradikalen Gruppen auch nur menschenverachtenden Ideologien und keine Lösungen für Probleme haben. Das führt zu Unrecht, Gewalt und Leid.

Als Berlinerinnen und Berliner türkischer oder kurdischer Identität haben wir alle Gründe, hier zu leben. Voraussetzung dazu ist der Frieden und die Sicherheit unseres Lebens, die uns hier erlauben, unseren täglichen Geschäften, dem Familienleben, unseren Weltanschauungen und Religionen friedvoll nachzugehen. Dazu zählt auch, dass wir seit Jahrzehnten unsere Konflikte hier gemeinsam lösen, öffentlich, politisch, an in vielen Runden Tischen und ohne Gewalt. Erlauben Sie nicht, dass dies durch unbedacht geschürte Emotion und Gewalt zerstört wird.

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