Unvergessen, immer mahnend: Hatun Sürücü

DIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Gedenkstunde am Mahnmal in Tempelhof

Die frauenpolitische Sprecherin Evrim Sommer erklärt:

Der Mord an Hatun Sürücü vor neun Jahren darf nie vergessen werden. Die Deutschkurdin wurde von ihrem Bruder erschossen, weil sie mit ihrem eigenständigen Lebensstil gegen die streng patriarchalischen Moralvorstellungen ihrer Familie verstieß.

Die Gedenkstunde am Mahnmal in der Oberlandstraße/ Ecke Oberlandgarten in Berlin-Tempelhof muss in jedem Jahr Anlass sein, Rechenschaft abzulegen und zu sagen, wie solche Taten verhindert werden können. Noch immer leben Mädchen und Frauen in unserer Mitte, die wegen überkommener Vorstellungen von Ehre und Schande vor ihren Vätern und Brüdern Angst haben müssen.

Deshalb ist in Schulen und Vereinen, in Lehrbetrieben, auf der Arbeit und in der Nachbarschaft besondere Aufmerksamkeit von Nöten. Und ich fordere insbesondere von allen fortschrittlichen Männern, dass sie sich in ihrem Umfeld und in der Öffentlichkeit ganz nachdrücklich für das Selbstbestimmungsrecht der Frauen einsetzen.