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Solidarisch sein: sich und andere vor Corona schützen

Update 26.3.2020

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, sind wir alle gefragt. Dabei geht es insbesondere um den Schutz von älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, die als Risikogruppen gelten. Um zu verhindern, dass zu viele Menschen gleichzeitig erkranken und das Gesundheitssystem überlastet wird, muss die Infektionskurve abgeflacht und die Ausbreitung verlangsamt werden.

Der Berliner Senat hat bereits weitreichende Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung einzudämmen, wichtig ist aber auch individuell verantwortliches, besonnenes und solidarisches Handeln.

Die Linksfraktion Berlin dankt an erster Stelle all den Menschen, die mit ihrer unermüdlichen Arbeit dafür sorgen, das Gemeinwesen und das tägliche Leben am Laufen zu halten – egal ob sie in der Pflege, im Krankenhaus, in Apotheken, bei der Feuerwehr und Polizei, in den Notbetreuungen von Schulen und Kitas, im Supermarkt, bei Verkehrs- oder Entsorgungsbetrieben oder anderen wichtigen Bereichen tätig sind!  

Was kann ich tun?
  • Zuhause bleiben und soziale Kontakte minimieren. Mindestens 1,5 Meter Abstand von anderen Menschen halten; Händeschütteln generell unterlassen
  • Regelmäßiges und ausreichend langes Händewaschen (mindestens 20 Sekunden unter laufendem Wasser mit Seife)
  • richtiges Husten und Niesen in ein Einwegtaschentuch oder in die Armbeuge
  • Hände vom Gesicht fernhalten
  • Solidarisch sein und insbesondere älteren Menschen und Menschen aus Risikogruppen helfen, zum Beispiel Einkäufe für diese übernehmen. Ziel muss es sein, die Ansteckung von Menschen, die zur Risikogruppe gehören, zu vermeiden. Physische Kontakte, wie zum Beispiel die Betreuung von Kindern durch Großeltern, sollen dringend vermieden werden. Wer zur Risikogruppe gehört, definiert das Robert-Koch-Institut hier.
Was tue ich bei Verdacht auf Corona?
  • Der Senat hat eine Telefon-Hotline für Berlinerinnen und Berliner geschaltet, die befürchten, sich angesteckt zu haben: (030) 9028-2828 (täglich von 8-20 Uhr). Informationen zum richtigen Verhalten im Verdachtsfall und den Teststellen in Berlin finden Sie auf der Seite des Berliner Senats.
  • Das Robert-Koch-Institut empfiehlt bei einer Atemwegserkrankung (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.) ärztlichen Rat einzuholen und nach einem Corona-Test zu fragen, wenn:
    - man in den letzten zwei Wochen Kontakt hatte zu einem Erkrankten, bei dem im Labor eine COVID-19-Diagnose gestellt wurde
    - Vorerkrankungen bestehen oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber etc.)
    - man bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf haben (z.B. im Krankenhaus oder der Altenpflege)
  • Alle Infos des Robert-Koch-Instituts.
Was hat der Senat beschlossen?
  • Kontaktbeschränkungen: Der Berliner Senat hat am 22.3.2020 Kontakbeschränkungen beschlossen, die ab dem 23.03.2020 gelten. Demnach haben sich die Bürgerinnen und Bürger grundsätzlich in ihrer Wohnung oder Unterkunft aufzuhalten. Zum Verlassen müssen bestimmte Gründe vorliegen. Dazu gehören unter anderem die Ausübung beruflicher, mandatsbezogener oder ehrenamtlicher Tätigkeiten, der Besuch von Ärzt*innen, die Besorgungen des persönlichen Bedarfs sowie der Besuch bei alten und kranken Menschen. Auch Sport und Bewegung an der frischen Luft (alleine, zu zweit, oder mit Angehörigen des eigenen Haushaltes), die Arbeit im Schrebergarten und der Spaziergang mit Tieren bleiben möglich. Hier gibt es weitere Informationen und hier die vom Senat am 22.3.2020 beschlossene Rechtsverordnung
  • Veranstaltungen, Freizeit und Gastronomie: Der Berliner Senat hat beschlossen, dass in Berlin alle öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen untersagt sind. Kneipen, Clubs, Restaurants, Cafes, Spielhallen, Spielbanken, Messen, Wettannahmestellen und ähnliche Unternehmen dürfen nicht mehr für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Dasselbe gilt für Kinos, Theater, Konzerthäuser, Museen, Ausstellungen und ähnliche Einrichtungen ebenso für Schwimmbäder, Fitnessstudios und andere Sportstätten. Gaststätten dürfen Speisen und Getränke zur Abholung oder Lieferung anbieten. Hier gibt es genauere Informationen dazu.
  • Kitas und Schulen: In Berlin werden ab dem 17. März alle Kitas und allgemeinbildenden Schulen geschlossen. Für die Kita-Kinder und Schulkinder der Grundstufen 1 bis 6 wird es eine Notbetreuung geben. Die Notbetreuung kann nur von Eltern in Anspruch genommen werden, die in systemrelevanten Berufen arbeiten und keine andere Möglichkeit einer Kinderbetreuung organisieren können. Wer und wie die Notbetreuung in Anspruch genommen werden kann, steht hier bei der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.
  • Öffentlicher Nahverkehr: Busse, Straßen- und U-Bahnen fahren weiter durch die Stadt. Das ÖPNV-Angebot wird jedoch an die Einschränkungen des öffentlichen Lebens angepasst. So sind seit 18. März die zusätzlichen Schüler-Verstärkerverkehre eingestellt, die größtenteils touristische genutzte U55 fährt ab 19. März nicht mehr, auf anderen Linien gilt der Ferienfahrplan. Ein durchschnittlicher Zehn-Minuten-Takt bleibt aber bei allen Bus-, U-Bahn- und Straßenbahnlinien erhalten. Auch die S-Bahn reduziert ihr Angebot ab 19. März geringfügig. Mehr Informationen
Wie geht es im Abgeordnetenhaus weiter?
  • Aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sind seit Montag, den 16. März 2020, keine externen Besucher mehr im Abgeordnetenhaus zugelassen. Akkreditierte Journalist*innen haben nach wie vor Zugang zu den Plenar- und Ausschusssitzungen. Weitere Informationen dazu gibt es beim Abgeordnetenhaus von Berlin.

Manuela Schmidt: Wirtschaftliche Hilfe in der Coronakrise Rede im Abgeordnetenhaus von Berlin, 02.04.2020 Quelle: rbb-online.de

Carola Bluhm: Mit Solidarität und Besonnenheit gegen das Coronavirus
Rede im Abgeordnetenhaus von Berlin, 26.03.2020
Quelle: rbb-online.de