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Solidarisch sein: sich und andere vor Corona schützen

Update 24.6.2020

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, sind wir alle gefragt. Dabei geht es insbesondere um den Schutz von älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, die als Risikogruppen gelten. Um zu verhindern, dass zu viele Menschen gleichzeitig erkranken und das Gesundheitssystem überlastet wird, muss die Infektionskurve abgeflacht und die Ausbreitung verlangsamt werden.

Der Berliner Senat hat bereits weitreichende Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung einzudämmen, wichtig ist aber auch individuell verantwortliches, besonnenes und solidarisches Handeln.

Die Linksfraktion Berlin dankt an erster Stelle all den Menschen, die mit ihrer unermüdlichen Arbeit dafür sorgen, das Gemeinwesen und das tägliche Leben am Laufen zu halten – egal ob sie in der Pflege, im Krankenhaus, in Apotheken, bei der Feuerwehr und Polizei, in den Notbetreuungen von Schulen und Kitas, im Supermarkt, bei Verkehrs- oder Entsorgungsbetrieben oder anderen wichtigen Bereichen tätig sind!  

Was kann ich tun?
  • Zuhause bleiben und soziale Kontakte minimieren. Mindestens 1,5 Meter Abstand von anderen Menschen halten; Händeschütteln generell unterlassen
  • Regelmäßiges und ausreichend langes Händewaschen (mindestens 20 Sekunden unter laufendem Wasser mit Seife)
  • richtiges Husten und Niesen in ein Einwegtaschentuch oder in die Armbeuge
  • Tragen von Mund-Nasen-Schutz
  • Hände vom Gesicht fernhalten
  • Solidarisch sein und insbesondere älteren Menschen und Menschen aus Risikogruppen helfen, zum Beispiel Einkäufe für diese übernehmen. Ziel muss es sein, die Ansteckung von Menschen, die zur Risikogruppe gehören, zu vermeiden. Physische Kontakte, wie zum Beispiel die Betreuung von Kindern durch Großeltern, sollen dringend vermieden werden. Wer zur Risikogruppe gehört, definiert das Robert-Koch-Institut hier.
Was tue ich bei Verdacht auf Corona?
  • Der Senat hat eine Telefon-Hotline für Berlinerinnen und Berliner geschaltet, die befürchten, sich angesteckt zu haben: (030) 9028-2828 (täglich von 8-20 Uhr). Informationen zum richtigen Verhalten im Verdachtsfall und den Teststellen in Berlin finden Sie auf der Seite des Berliner Senats.
  • Das Robert-Koch-Institut empfiehlt bei einer Atemwegserkrankung (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.) ärztlichen Rat einzuholen und nach einem Corona-Test zu fragen, wenn:
    - man in den letzten zwei Wochen Kontakt hatte zu einem Erkrankten, bei dem im Labor eine COVID-19-Diagnose gestellt wurde
    - Vorerkrankungen bestehen oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber etc.)
    - man bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf haben (z.B. im Krankenhaus oder der Altenpflege)
  • Alle Infos des Robert-Koch-Instituts.
Was hat der Senat beschlossen?

Bitte informieren Sie sich auf der Seite des Berliner Senats über die derzeit geltenden Regelungen.

  • Kontaktbeschränkungen: Am 23. Juni hat der Senat eine neue Verordnung zum Schutz vor Corona beschlossen, die am Samstag 27. Juni in Kraft treten soll. Weiterhin ist jeder angehalten, die physischen sozialen Kontakte zu anderen Menschen möglichst gering zu halten. Die bisher geltende Pflicht, die Kontakte auf „ein absolutes Minimum“ zu reduzieren, wird damit zu einer Empfehlung. Die Kontaktbeschränkungen auf fünf Personen oder zwei Haushalte entfallen in der neuen Verordnung. Besonders wichtig bleibt der Abstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen. Dieser muss weiterhin eingehalten werden, um Infektionen möglichst zu verhindern. Aktuelle Informationen
  • Einzelhandel: Ladengeschäfte aller Art dürfen öffnen – allerdings nur unter Einhaltung strenger Hygiene- und Abstandsvorgaben. Berliner*innen sind dazu verpflichtet, in Ladengeschäften einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Kinder bis sechs Jahre sind von der Pflicht ausgenommen. Beim Einkauf ist zudem darauf zu achten, den Mindestabstand von 1,5 Metern zu haushaltsfremden Kund*innen einzuhalten. Aktuelle Informationen
  • Veranstaltungen, Freizeit: In Menschenansammlungen und auf Veranstaltungen ist das Risiko einer Ansteckung sehr hoch. Seit 2. Juni dürfen öffentliche und private Veranstaltungen wieder eingeschränkt stattfinden. Die zugelassene Personenzahl wird schrittweise erhöht. Bitte informieren Sie sich hier über die aktuell geltenden Regelungen. Auch Museen, Galerien und ähnliche Bildungseinrichtungendürfen unter Einhaltung der Hygienestandards wieder für den Publikumsverkehr öffnen.
  • Kitas und Schulen: Seit 27. April werden die Berliner Schulen unter Berücksichtigung der Infektionsschutzbestimmungen wieder schrittweise geöffnet. Volkshochschulen können seit 1. Juni den Anmeldebetrieb wieder aufnehmen, die Kurse können ab 1. Juli wieder starten. In den Kitas startete am 15. Juni der Prozess zur Rückkehr in den Regelbetrieb, bei welchem alle Kinder wieder betreut werden können. Spätestens ab dem 22. Juni sollen alle Kinder eine Betreuung, die dem individuellen Kita-Gutschein entspricht, erhalten. Aktuelle Informationen
  • Öffentlicher Nahverkehr: Berliner*innen müssen in Bus, U-Bahn, S-Bahn und Tram einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Diese Pflicht gilt sowohl für Passagiere als auch für das Servicepersonal. Weiterhin muss eine Mund-Nasen-Bedeckung auf Bahnhöfen, an Haltestellen, in Flughäfen und Fährterminals von Passagieren und Personal getragen werden. Aktuelle Informationen
Wie geht es im Abgeordnetenhaus weiter?
  • Aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sind seit Montag, den 16. März 2020, keine externen Besucher mehr im Abgeordnetenhaus zugelassen. Akkreditierte Journalist*innen haben nach wie vor Zugang zu den Plenar- und Ausschusssitzungen. Weitere Informationen dazu gibt es beim Abgeordnetenhaus von Berlin.
IStock.com/romrodinka

Schule und Kita in Zeiten von Corona

In einem Fraktionsbeschluss haben wir linke Anforderungen an ein Konzept für Schule und Kita in der aktuellen Corona-Krise formuliert. Weiterlesen


Niklas Schrader im ersten Teil unserer neuen Video-Reihe "Corona und wie weiter?" zum Thema Versammlungsrecht.

Manuela Schmidt: Wirtschaftliche Hilfe in der Coronakrise Rede im Abgeordnetenhaus von Berlin, 02.04.2020 Quelle: rbb-online.de

Carola Bluhm: Mit Solidarität und Besonnenheit gegen das Coronavirus
Rede im Abgeordnetenhaus von Berlin, 26.03.2020
Quelle: rbb-online.de