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Keine Räumung der Habersaathstraße

Nach jahrelangem Leerstand von knapp 100 Wohnungen konnten Ende Dezember 2021 infolge einer Besetzung etwa 50 ehemals obdachlose Menschen in die Habersaathstraße 40-48 einziehen. Nun hat der Eigentümer den Bewohner*innen angekündigt, dass die Duldung beendet wird und möchte erreichen, dass diese in den kommenden Tagen aus dem Wohnhaus ausziehen.

Dazu erklärt Niklas Schenker, Sprecher für Mieten und Wohnen der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus:

„Der Eigentümer bereitet die Räumung der 50 ehemals obdachlosen Menschen vor, die in die Habersaathstraße einziehen konnten. Das muss sofort gestoppt werden. Auch das Bezirksamt steht hier in der Pflicht. Es hat wiederholt gegenüber den Bewohner*innen erklärt, dass diese bis zu einem Abriss dort wohnen bleiben könnten.

Die Habersaathstraße ist in den vergangenen Monaten zu einem echten Vorzeigeprojekt geworden. Hier konnten knapp 50 zuvor obdachlose Menschen auf einen Schlag untergebracht werden. Das setzt Maßstäbe auch für andere Housing First-Projekte. Dieses wichtige Vorhaben muss erhalten bleiben.

Der Eigentümer hat hier jahrelang etwa 100 Wohnungen aus spekulativen Gründen leer stehen lassen. In Zeiten der Wohnungsnot ist das alles andere als ein Kavaliersdelikt. Jetzt darf der Eigentümer nicht noch dafür belohnt werden, indem er eine Abrissgenehmigung bekommt.“

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