Partizipation und Antidiskriminierung

Berlin war im Laufe seiner Geschichte schon oft Ziel von Zuwanderung und ein Ort der Zuflucht. Migration hat unsere Stadt geprägt und wird es weiter tun. Doch der gleichberechtigten Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben stehen nach wie vor viele Hürden und strukturelle Diskriminierung entgegen. Wir wollen eine Politik, die Ausgrenzung und Stigmatisierung entgegenwirkt und beendet. 

Menschen, die in unserer Stadt kommen, um hier zu lernen, zu arbeiten, zu leben oder die hier Schutz vor Krieg, Terror und Unterdrückung suchen, müssen sich so bald wie möglich ein eigenständiges Leben aufbauen zu können. Wir wollen die dafür notwendigen Bedingungen schaffen. Dazu gehören eine Bleibeperspektive von Anfang an, der schnellstmögliche Zugang zu Wohnraum, Bildung, zum Arbeitsmarkt, Gesundheitsschutz, die Anerkennung von Kompetenzen und mitgebrachten Qualifikationen und die Bekämpfung von Diskriminierung und Ressentiments.

Gesellschaftliche Teilhabe schließt für uns auch das Wahlrecht für alle, die seit mindestens 5 Jahren in Berlin leben, mit ein.    

 

Enquete-Kommission

Für gesellschaftlichen Zusammenhalt, gegen Antisemitismus, Rassismus, Muslimfeindlichkeit und jede Form von Diskriminierung

Die Linke, SPD und Grüne hatten sich bereits im gemeinsamen Koalitionsvertrag von 2021 auf die Einrichtung einer Enquete-Kommission gegen Rassismus und Diskriminierung verständigt, um unter Beteiligung von Zivilgesellschaft und Expertinnen und Experten strukturellen Rassismus und Diskriminierungen in Gesellschaft und staatlichen Einrichtungen aufzudecken und Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Nach der Wiederholungswahl übernahm die neue Koaliton aus CDU und SPD die Forderung zwar wortgleich, dennoch dauerte es noch bis Ende Dezember 2024, bis die Enquete-Kommission endlich eingesetzt wurde und im März 2025 endlich ihre Arbeit beginnen konnte.

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Wahlrecht für alle

Elif Eralp - Wahlrecht muss unabhängig von der Staatsangeörigkeit sein

 

Rede von Elif Eralp, Sprecherin für Migration, Partizipation und Antidiskriminierung in der Aktuellen Stunde des Berliner Abgeordnetenhauses am 19. Mai 2022 zum Thema “Berlin: Einwanderungs- und Zufluchtshauptstadt mit Herz”
 

 

 

 

 

 

 

Die Linke will dem rechten und autoritären Gesellschaftsbild eine positive Vision einer Einwanderungsgesellschaft mit gleichen Rechten und Chancen für alle Menschen entgegensetzen. Teil der Kämpfe für eine Gesellschaft der gleichen Rechte ist auch der Kampf für das Wahlrecht für alle Menschen, unabhängig vom deutschen Pass, das den Kernbereich politischer Mitbestimmung betrifft.

Auf der Klausur der Linksfraktion im April 2024 haben wir ein Positionspapier dazu beschlossen.



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Rede von Elif Eralp in der Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses am 17. November 2022 zum Antrag "Bundesratsinitiative zum Wahlrecht auf Landes- und kommunaler Ebene für Drittstaatsangehörige und Unionsbürger*innen"

 

 

 

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Refugees welcome!

Wir streiten weiter für ein selbstbestimmtes Leben von geflüchteten Menschen in Berlin. Dazu gehört ein diskriminierungsfreier Zugang zu allen Lebensbereichen, vor allem zu einer eigenen Wohnung, zu Bildung, zu Arbeit u.v.a.m..  Wir setzen uns dafür ein, alle Spielräume
in der Asylgesetzgebung im Interesse von Geflüchteten zu nutzen, um ihnen eine sichere Bleibeperspektive zu bieten. Familien aus unterschiedlichen Städten und Bundesländern sollen zusammengeführt werden können. Wir lehnen Abschiebungen ab, auch in sogenannte sichere Herkunftsländer.

 

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Pressemitteilungen

Anlässlich der weiteren Eskalation des Krieges im Nahen Osten und der humanitären Katastrophe im Gazastreifen und im Libanon erklärt Elif Eralp, Sprecherin für Migration, Partizipation und Antidiskriminierung: „Im aktuellen Krieg seit dem grausamen Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 sind in Palästina, dem Libanon und Israel zehntausende… Weiterlesen

Bis zu 71 Tage saßen, von den Sicherheitsbehörden eingestufte, “Gefährder” in den vergangenen vier Jahren in der Berliner Abschiebehafteinrichtung am Kirchhainer Damm. Auch in diesem Jahr beträgt die Haftdauer im Schnitt fast zwei Wochen. Dazu erklärt der Sprecher für Fluchtpolitik der Fraktion Die Linke, Ferat Koçak: „Für mich ist unklar, warum… Weiterlesen

In Berlin leben aktuell rund 15.000 Männer im wehrpflichtigen Alter, die aus der Ukraine vor dem russischen Angriffskrieg geflohen sind. Das geht aus einer Anfrage des fluchtpolitischen Sprechers der Linksfraktion, Ferat Koçak, hervor. Weiterhin bestätigte die Innenverwaltung, dass sie die Praxis anderer Bundesländer übernommen hat und ukrainischen… Weiterlesen

In der gestrigen Sitzung des Hauptausschusses informierte der Senat auf unsere Nachfrage darüber, dass der Mietvertrag für die Liegenschaft an der Landsberger Allee 203 zur Schaffung einer Gemeinschaftsunterkunft für geflüchtete Menschen noch nicht unterschrieben wurde. Auf Antrag der Koalition wurde der Bericht auf die nächste Sitzung des… Weiterlesen

Anfragen (pdf)

Drucksache 19 / 23 545 - Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Elif Eralp und Niklas Schenker vom 7. August 2025, 1: Wie hoch ist der Anteil der WBS (Wohnberechtigungsschein)-Wohnungen in Berlin bei Bestandswohnungen sowie bei aktuellen Neubauvorhaben (bitte aufschlüsseln nach landeseigenen Wohnungsgesellschaften, Immobilienkonzernen,… Weiterlesen

Drucksache 19 / 14 381 - Wie viele aus der Ukraine geflohene Drittstaatsangehörige haben beim Landeseinwanderungsamt Berlin (LEA) einen Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) oder nach anderen aufenthaltsrechtlichen Vorschriften gestellt? Weiterlesen

Drucksache 19 / 14 352 - Für welchen Zeitraum gilt der vom Senat verhängte Winterabschiebestopp im Winter 2022/23? Weiterlesen

Plenarreden

9. Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses, 24.03.2022 Zu "Humanitäres Willkommen für Kriegsflüchtlinge als gesamtstaatliche Aufgabe – nach dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Putins auf die souveräne Ukraine" (Priorität der Fraktion Die Linke) Antrag der Fraktion der SPD, der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, der Fraktion der CDU, der Fraktion… Weiterlesen

"Wir setzen uns für eine schnelle und unbürokratische Aufnahme der Geflüchteten aus der Ukraine ein. [...] Alle, die vor Krieg flüchten, müssen einen sicheren Platz finden, unabhängig davon, welchen Pass sie besitzen oder nicht besitzen", sagt der Fraktionsvorsitzende Carsten Schatz. Weiterlesen

Anträge (pdf)

Drucksache 18/3012 - Die verheerenden Brände in dem EU-Asylhotspot in Moria auf der griechischen Insel Lesbos haben die ohnehin verzweifelten Lebensumstände der dort lebenden geflüchteten Menschenzerstört. 13.000 Menschen sind obdachlos, es fehlt an Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln, an hygienischer Infrastruktur. Weiterlesen

Drucksache 18/2257 - Oberstufenzentren (OSZ) sind der Schlüssel zur Bildungsintegration von jugendlichen Geflüchteten. Zum Schuljahresbeginn 2018/19 besuchten insgesamt 6.148 Schülerinnen und Schüler Willkommensklassen, 1.008 davon in OSZ. Jugendliche Geflüchtete ab 16 Jahrenwerden in den allermeisten Fällen direkt in Willkommensklassen an OSZ… Weiterlesen

Drucksache 18/1819 - Der Senat wird aufgefordert, die psychosoziale Versorgung Geflüchteter zu verbessern.Dafür sollen in einem ersten Schritt Übergangsstrukturen abgesichert und es soll geprüft wer-den, wie sie ins Regelsystem überführt werden können. Weiterlesen