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Kürzungen beim Bus-Angebot sind Alarmsignal: Bus braucht endlich Vorrang

Mit dem heutigen Tag kürzt die BVG das Bus-Angebot um drei Prozent. Auf 32 Linien wird das Angebot eingeschränkt. Grund sind laut BVG Personalengpässe, vor allem bedingt durch Krankmeldungen aufgrund des Coronavirus. Ein Enddatum für diese Maßnahmen wurde von der BVG noch nicht benannt.

Dazu erklärt der verkehrspolitische Sprecher der Linksfraktion Berlin Kristian Ronneburg:

„Die Einschränkungen beim Bus sind ein absolutes Alarmsignal. Personal zu gewinnen und zu halten, ist vor allem beim Busverkehr ausschlaggebend, um das BVG-Netz weiter auszubauen. Denn im Busverkehr können Leistungen leichter erweitert werden als zum Beispiel bei der Straßenbahn. Der Ausbau des 10-Minuten-Netzes wird auf absehbare Zeit vor allem im Busverkehr möglich sein. Denn auch wenn wir als Linksfraktion immer wieder auf die Beschleunigung des Straßenbahnausbaus drängen, geht dieser nicht so schnell voran wie erwartet.

Es rächt sich nun, dass sich der letzte Senat zu viel Zeit mit neuen Busspuren gelassen hat und auch keine Pop-Up-Busspuren eingerichtet hat. Genau diese Maßnahmen müssen nun energisch vorangetrieben werden. Dass der neue Senat auch die Einrichtung von Busspuren in den Bezirken umsetzen will, ist ein erster wichtiger Schritt. Um das Personal zu entlasten, müssen nun in den nächsten Wochen und Monaten seitens des Senats und der Bezirke in einer konzertierten Aktion Busspuren geschaffen werden. Unzählige Busspuren sind bereits seit langem verkehrsrechtlich angeordnet. Die bedenklichen Entwicklungen im Oberflächenverkehr, wodurch die Busse im Stadtverkehr immer langsamer werden, müssen ein Ende haben und die Trendumkehr eingeleitet werden. Dies geht nur durch die Durchsetzung des konsequenten Vorrangs des ÖPNV, so wie ihn das Mobilitätsgesetz vorsieht.“

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