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Betül Havva Yılmaz-Bergk

gewählt über die Bezirksliste Neukölln

Zur Person:

1. Was hat Dich in die Politik gebracht?

Seit den Gezi-Protesten in der Türkei weiß ich, welche Kraft entsteht, wenn Menschen gemeinsam gegen Ungerechtigkeit aufstehen. Das hat mich politisch geprägt. Als Dozentin und Gewerkschafterin bei Eğitim-Sen unterzeichnete ich 2016 den Aufruf der Akademiker*innen für den Frieden gegen den Krieg in den kurdischen Gebieten der Türkei. Dafür wurde ich entlassen und erhielt Berufsverbot. Auch im Exil in Deutschland setzte ich meinen politischen Kampf fort. Heute engagiere ich mich bei Die Linke Neukölln, unterstütze Arbeitskämpfe und setze mich für eine antirassistische Klassenpolitik ein.

2. Was ist Deine Vision von Berlin?

Ich will ein Berlin, in dem diejenigen, die die Stadt am Laufen halten, auch gut leben können. Dafür brauchen wir bezahlbare Wohnungen, die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne und eine starke öffentliche Daseinsvorsorge mit guten Arbeitsbedingungen und fairer Bezahlung. Gleiche Rechte für alle, unabhängig von Herkunft oder Pass, gehören für mich genauso dazu. Dafür stehe ich mit einer antirassistischen Klassenpolitik, die Ausbeutung und rassistische Spaltung bekämpft und die gemeinsame Organisierung in Betrieben und Kiezen stärkt.

3. Welche Geschichte einer Berlinerin oder eines Berliners hat Dich bewegt?

Am Tag nach der Wahl riefen mich Beschäftigte von Vivantes Neukölln an, deren Streik wir von Anfang bis Ende solidarisch begleitet hatten. Sie hatten sich an ihrem Arbeitsplatz versammelt, gratulierten mir zur Wahl und sagten: „Wir freuen uns, dass jetzt eine von uns im Parlament sitzt.“ Das hat mich tief bewegt. Denn in diesem Kampf sind wir zusammengewachsen. Dass sie mich als eine von ihnen sehen, bedeutet mir viel. Darin liegt für mich eine große Verantwortung. Ich werde alles daransetzen, dieses Vertrauen nicht zu enttäuschen.

Kontakt

Im Abgeordnetenhaus:
yilmaz@linksfraktion.berlin

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