
Dr. Andreas Umgelter
direkt gewählt im Wahlkreis 5, Mitte
Zur Person:
1. Was hat Dich in die Politik gebracht?
Politisiert wurde ich über Literatur und über antifaschistische Arbeit. Später kam die Auseinandersetzung mit Rüstung und Militarismus hinzu. Eindrücke zu den sozialen Verhältnissen aus meinem Zivildienst, die Einschränkung des Asylrechts, Golfkrieg und die Deutsche Jugoslawienpolitik brachten mich dazu, in die Partei einzutreten. Meine Arbeit als Krankenhausarzt hat mir eine besondere Perspektive auf gesellschaftliche Verteilungsfragen und auf die Bedeutung öffentlicher Daseinsvorsorge mitgegeben.
2. Was ist Deine Vision von Berlin?
Berlin soll eine Stadt werden, in der niemand übersehen wird oder ungehört bleibt. In der die Teilnahme am Leben nicht von der Herkunft und dem Vermögen abhängt, sondern wo der öffentliche Raum, Bildung, Gesundheitsfürsorge und Kultur für alle da sind. Aus den Erfahrungen meiner berufliche Vergangenheit will ich für eine Gesundheitsversorgung kämpfen, die den Bedürfnissen der Menschen folgt und nicht den Geschäftsinteressen von Organisationen und Einzelpersonen.
3. Welche Geschichte einer Berlinerin oder eines Berliners hat Dich bewegt?
Bewegt hat mich die Einsamkeit und die Enttäuschung vieler Menschen, die sich von der Gesellschaft vergessen und von der Politik ignoriert fühlen. Der Zorn über die Zumutung heruntergekommener Häuser und Grünflächen und vermüllter Straßen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Dame, die jeden Tag Flaschen sammelt, um sie einer Nachbarin hinzustellen, die nicht mehr gut zu Fuß ist, aber mit ihrer Rente die Miete nicht mehr bezahlen kann. Das Leben der Menschen in den Kiezen darf nicht von solchen Akten der Menschlichkeit abhängig sein.
Kontakt
Im Abgeordnetenhaus:
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