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Marcus Otto

gewählt über die Bezirksliste Steglitz-Zehlendorf

Zur Person:

1. Was hat Dich in die Politik gebracht?

Ich komme aus einem politischen Haushalt und wurde schon als Kind auf Kiezfeste, Wahlkampfveranstaltungen und Sitzungen „geschleppt“. Geprägt haben mich dann aber die 80er in Westberlin mit Friedens- und Umweltbewegung sowie die Schüler*innenvertretung an einer sehr demokratisch gesinnten Schule. Eindrücklich waren unter anderem die Bildungsproteste von 1988, einer Zeit, in der die damalige CDU-Bildungssenatorin meine Schule verließ, da sie den kritischen Fragen der Schüler*innen nicht gewachsen war. Nach Abi, einer Gärtnerausbildung und dem Studium (Geschichte, Politik und Italienisch) arbeitete ich 25 Jahre als rechtlicher Betreuer für und mit Menschen.

2. Was ist Deine Vision von Berlin?

Ich möchte, dass Berlin in der Gegenwart ankommt. Die Stadt wird gerade so regiert, als wären wir noch in den 90er-Jahren. Wir brauchen andere Prioritäten, z. B. ein verändertes Verkehrssystem, damit die Berliner*innen ihre Wege bequem und klimaneutral im Umweltverbund zurücklegen können. Die Stadt muss pflanzen- und wasserreicher werden, denn die grün-blaue Infrastruktur ist eine Lebensversicherung gegen Hitze und eine Grundlage für das psychische Wohlergehen der Berliner*innen – vor allem für diejenigen, die nicht ständig auf Reisen gehen oder Ausflüge machen können.

3. Welche Geschichte einer Berlinerin oder eines Berliners hat Dich bewegt?

Ich kann da niemanden besonders herausheben. Aber gerade im Bereich der ökologischen Stadterneuerung gibt es sehr viele tolle lokale Initiativen. Berliner*innen pflegen Bäume und Baumscheiben, Teiche und Mini-Parks in ihrem Kiez. Sie bringen Kindern die Faszination von Spinnen, Raupen oder Heuschrecken näher oder organisieren sich als Kehrbürger. Einige klagen dabei über Verwaltungshürden. Ich möchte, dass all das noch einfacher möglich wird und mehr Berliner einbinden, denn die Stadt gehört ihnen.

Kontakt

Im Abgeordnetenhaus:
otto@linksfraktion.berlin

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