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Martha Kleedörfer

direkt gewählt im Wahlkreis 6, Mitte

Zur Person:

1. Was hat Dich in die Politik gebracht?

Ich habe einige Jahre lang geflüchtete Familien ehrenamtlich unterstützt. Relativ schnell habe ich gemerkt, dass der Einsatz für Menschenrechte im Bereich Migration alleine nicht ausreicht. Ich wollte Mitglied in einer Partei werden, die sich für Menschenrechte und Solidarität auf allen Ebenen einsetzt. Deswegen bin ich 2016 in Die Linke eingetreten. Ich bin sehr stolz, in dieser Partei Politik machen zu dürfen.

2. Was ist Deine Vision von Berlin?

Eine Stadt, in der wir alle in Würde und Sicherheit leben — ohne Angst, die Wohnung oder den Job zu verlieren, ohne Angst vor Rassismus, Polizeigewalt oder Abschiebungen, ohne Waffenfabriken in den Kiezen. Eine Stadt, in der die Menschen füreinander da sind. Eine Stadt, in der wir alle gemeinsame Orte zum Feiern, Entspannen und Leben haben, ganz egal, ob wir schon immer hier gelebt haben oder uns entschieden haben, hier ein Zuhause aufzubauen.

3. Welche Geschichte einer Berlinerin oder eines Berliners hat Dich bewegt?

Bei einem Haustürgespräch hat mich ein Nachbar auf meine Kufiya angesprochen. Er fragte „Warum trägst Du das Tuch?“. Ich antwortete, dass ich die Kufiya aus Solidarität mit den Menschen in Palästina trage. Der Mann schenkte mir daraufhin ein Armband in den Farben der palästinensischen Flagge. Er sagte mir, dass er aus Palästina kommt, seit 20 Jahren in Berlin lebt und arbeitet, seine Kinder hier zur Schule gehen und er und seine Familie unter den hohen Mieten in unserer Stadt leidet. Trotzdem darf er hier nicht wählen, weil er keine deutsche Staatsbürgerschaft hat — obwohl ihn genau die gleichen Probleme betreffen wie alle anderen Berliner*innen auch. 

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