
Maximilian Schirmer
direkt gewählt im Wahlkreis 9, Pankow
Zur Person:
1. Was hat Dich in die Politik gebracht?
Ich bin in Weißensee und Prenzlauerberg geboren und aufgewachsen. In meinem Kiez gab es viele Nazis. Ich habe mich früh entschieden, nicht wegzusehen und ihnen niemals das Feld zu überlassen. Das hat mich politisiert. Nach meinem Zivildienst studierte ich Politik, Verwaltung und öffentliches Recht und später Politikwissenschaft. Währenddessen arbeitete ich in der Gastronomie. Ich weiß also, was es heißt, wenn die Miete steigt und das Geld knapp wird. Seit 2016 mache ich Kommunalpolitik in Pankow. Die Linke ist seit 2013 meine politische Heimat, weil sie auch die Menschen vertritt, die neben Arbeit, Familie und Alltag kaum Zeit haben, selbst laut zu werden.
2. Was ist Deine Vision von Berlin?
Berlin soll für alle ihr Zuhause sein – nicht nur für die, die es sich leisten können. Der Charme dieser Stadt war einmal, dass Geld nicht alles entscheidet. Schwimmbad im Sommer, Museum am Sonntag, Club am Montag, Bier am Späti oder Pommes am Imbiss: Die schönen Seiten Berlins müssen allen offenstehen. Dafür braucht es soziale Infrastruktur und einen starken öffentlichen Nahverkehr. Denn Berlin ist eine große Stadt und zugleich eine Ansammlung vieler Kieze. Wer sie erleben will, muss auch überall hinkommen können.
3. Welche Geschichte einer Berlinerin oder eines Berliners hat Dich bewegt?
Eine über 70-jährige Frau sollte ihre Wohnung verlieren. Die Miete wurde immer teurer, Modernisierungen konnte sie sich nicht leisten. In ihrem Kiez fand sie keine bezahlbare Wohnung. Sie dachte darüber nach, nach Cottbus zu ziehen – weg von Familie, Enkelkindern und Freundinnen. Sie hatte keine Kraft mehr für Anwälte oder Mietendemos. Wir haben ihr geholfen. Für mich zeigt ihre Geschichte: Politik muss dafür sorgen, dass Menschen in ihrer Stadt bleiben können. Solidarität muss stärker sein als Profitinteressen.
Kontakt
Im Abgeordnetenhaus:
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