Ein schwer errungener Erfolg
Zur heutigen Tarifeinigung der Gewerkschaft ver.di und der Vivantes-Tochterunternehmen erklärt Tobias Schulze, Vorsitzender der Fraktion Die Linke:
„Herzlichen Glückwunsch an die Kolleginnen und Kollegen von den Vivantes-Töchtern, die in über 60 Tagen Streik dieses Ergebnis erkämpft haben. Die Beschäftigten waren in der ganzen Stadt sichtbar. Die ganze Stadt weiß nun, dass die Sterilisation, die Reinigung, die Arbeit in Küchen und beim Transport unverzichtbar für unsere Krankenhäuser sind. Eine stufenweise Angleichung an das Tarifniveau des TVöD bedeutet spürbar mehr Geld im Portmonee insbesondere für diejenigen aus unteren Lohngruppen, die es am dringendsten brauchen. Die Angleichung bei der Altersvorsorge (VBL) steht allerdings weiterhin ebenso aus wie die organisatorische Eingliederung der Tochterunternehmen.
Der Senat darf Vivantes mit der Umsetzung des Tarifergebnisses nicht alleine lassen, denn dieser Tarifvertrag war ein politisches Versprechen von CDU und SPD. Wir fordern den Senat auf, Vivantes bei der Sanierung des Unternehmens weiter strategisch, finanziell und organisatorisch zu unterstützen. Vivantes wird angesichts der katastrophalen Rasenmäherpolitik von Gesundheitsministerin Warken zukünftig eher noch wichtiger für die Versorgung der Berlinerinnen und Berliner. Wir brauchen eine Zukunftsstrategie für seinen kommunalen Gesundheitskonzern, der ambulante, stationäre und pflegerische Versorgung vereint.“

