Verkehrte Welt beim BBU – schockierende Mietentwicklung in Berlin!
Auf seiner heutigen Pressekonferenz zum Marktmonitor 2025 hat der BBU aktuelle Zahlen zur Mietentwicklung in Berlin vorgestellt. Mit 3,6 Prozent bleiben die Steigerungen der Bestandsmieten bei den BBU-Mitgliedsunternehmen im Jahr 2025 auf einem sehr hohen Niveau (2024: 4 Prozent) – und damit deutlich höher als die Ortsübliche Vergleichsmiete, die im Mittel der Jahre 2020 bis 2025 um jeweils 1,42 Prozent anstieg.
Bei den Neuvertragsmieten (ohne Neubau) gab der BBU für seine Unternehmen eine Steigerung von 11,1 Prozent innerhalb eines Jahres an, die damit noch einmal deutlich höher ausfällt, als die schon hohen 7 Prozent im Vorjahr.
Für den Neubau gab der BBU Erstbezugsmieten von 13,55 Euro pro Quadratmeter an (+ 7 Prozent) und kündigte für die folgenden Jahre weitere Steigerungen um 50 Prozent und mehr (18-22 Euro) an.
Neben diesen Zahlen zu den eigenen Mitgliedsunternehmen mahnt der BBU eine differenzierte Betrachtung des Berliner Wohnungsmarktes an und fordert ein konsequentes Vorgehen gegen dreiste Vermieter. Darunter fasst der BBU auch „illegale Untervermietung“, die bei 15 Prozent aller Vermietungen vorkomme und die Mieten in die Höhe treibe. Dazu gibt der BBU an, dass diese Zahlen auf „Schätzungen“, „Stichproben“, einzelnen Gerichtsurteilen und der Presseberichterstattung beruhen.
Dazu erklärt Niklas Schenker, Sprecher für Mieten, Bauen und Wohnen der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus:
„Die Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt ist nicht in erster Linie „differenziert“ oder gar halb so schlimm, wie es der BBU jährlich zu vermitteln versucht, sondern äußerst dramatisch. In Berlin herrscht eine Wohnungsnotlage und die Zahlen des BBU untermauern dies.
Mit der „illegalen Untervermietung“ als Mietentreiber wird der nächste Pappkamerad aufgebaut, um von den wirklich notwendigen Maßnahmen abzulenken: einen Mietendeckel bei den Landeseigenen Wohnungsunternehmen, ein konsequentes Vorgehen gegen Dreiste Vermieter und die Vergesellschaftung großer Immobilienunternehmen, die wie die Vonovia systematisch Mietpreisregelungen umgehen.
Wenn der BBU selbst etwas gegen schwarze Schafe auf dem Wohnungsmarkt tun will, kann er bei seinen Mitgliedsunternehmen anfangen. BBU-Mitglieder wie Vonovia oder Covivio verstoßen systematisch gegen geltendes Recht, ohne dass der BBU bislang Konsequenzen daraus zieht. Solche dreisten Vermieter aus dem Verband zu werfen, wäre ein wichtiger Beitrag.“

