Damit ÖPNV-Busse rollen können: A100- Abfahrt in Treptow schließen!
Was alle prophezeit haben, ist nun eingetreten: Mit der Eröffnung des 16. Bauabschnitts der A100 ist der Verkehr in den angrenzenden Kiezen nahezu zum Stillstand gekommen. Nicht nur Autos stehen im Dauerstau und behindern massiv den Fahrradverkehr. Jetzt musste auch die BVG die Reißleine ziehen und angesichts der, aufgrund des Verkehrschaos, erheblichen Verspätungen auf den Linien M43 und 194 diese erneut bis auf Weiteres unterbrechen.
Dazu erklärt Kristian Ronneburg, Sprecher für Mobilität der Fraktion die Linke:
„Alle Warnungen der vergangenen Wochen wurden von Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU), der schwarz-roten Koalition, dem Bundesverkehrsministerium und der Autobahn GmbH ignoriert und beiseite gewischt. Mit der Freigabe des 16. Bauabschnitts der A100 tragen CDU und SPD konkret politische Verantwortung dafür, dass die angrenzenden Kieze nun im Verkehrschaos ersticken.
Doch anstatt wenigstens jetzt auf das für alle Offensichtliche zu reagieren, ducken sich die Verantwortlichen weg. Getreu dem Motto: es kann nicht sein, was nicht sein darf, wird beschwichtigt, die Situation beschönigt und darauf gehofft, dass sich das Chaos irgendwie von alleine auflöst. Dabei ist das Gegenteil zu befürchten. Mit dem Ende der Sommerferien in Berlin und der Rückkehr zum normalen Berufsverkehr droht sich die Situation weiter zu zuspitzen.
Wir fordern Senatorin Bonde auf, unverzüglich im Sinne der Fahrgäste in Berlin, die auf einen funktionierenden Nahverkehr angewiesen sind, dafür zu sorgen, dass der Busverkehr wieder rollen kann. Dies muss im Zweifel mit Ordnungskräften vor Ort und Kontrollen sichergestellt werden.
Wir fordern die Bundesregierung, die Autobahn GmbH und den Senat dazu auf, das Verkehrschaos zu beenden und den 16. Bauabschnitt mindestens bis zur Wiedereröffnung der neuen Elsenbrücke und dann unter Vorlage eines aktualisierten Verkehrskonzepts zu sperren. Die angrenzenden Kieze und die Fahrgäste müssen vor diesem hausgemachten Verkehrschaos geschützt werden!
Es stellt sich wieder mal heraus: Statt der erhofften Entlastung bringt eine auf den Autoverkehr ausgerichtete Politik zusätzliche Belastungen – für Anwohner*innen ebenso wie für Fahrgäste der BVG, die nun mit Ausfällen, langen Wartezeiten und zusätzlichen Umstiegen konfrontiert sind.“

