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Sanierung vor Neubau! Kein Abriss des Jahn-Sportparks

Trotz schwieriger Haushaltslage und einer de facto Haushaltssperre hält der Senat daran fest, das Stadion im Jahn-Sportpark in diesen Tagen abzureißen. Die Kosten für den Abriss belaufen sich mittlerweile auf rund 20 Mio. Euro, für den Neubau des Stadions auf rund 200 Mio. Euro. Doch lediglich 21 Mio. Euro stehen dafür bislang im Haushaltsplan.

Dazu erklärt Katalin Gennburg, Sprecherin für Stadtentwicklung und Umwelt:

"Wir fordern ein sofortiges Abriss-Moratorium, denn auf unsere Aktuelle Frage im heutigen Stadtentwicklungsausschuss erklärte StS Machulik, dass erst einmal „beräumt“ werden müsse und der Senat danach die finanzielle Untersetzung sicherstelle; das ist ein Stück aus dem Tollhaus und einer seriösen Haushaltsplanung ebenso wie einer nachhaltigen Stadtplanung unwürdig. Die Machbarkeit eines inklusionsgerechten Umbaus des Stadions anstelle von Abriss und Neubau wurde von der Linken immer gefordert und muss ernsthaft und ergebnisoffen geprüft werden. Mit dem Geld der Berliner*innen ist verantwortungsvoll umzugehen und nicht Zerstörung zu bezahlen.

Mit der Bebauung gehen enorme Baumassen, eine deutlich höhere Versiegelung, weniger Grün, kein Artenschutz und hohe finanzielle Risiken einher. Das passt nicht in eine Zeit in der Nachhaltigkeit immer wichtiger wird. Die Verkehrserschließung insbesondere bei parallelen Großveranstaltungen auch in der Max-Schmeling-Halle ist nach wie vor unklar. Mit dem Umbau des Stadions bliebe ein herausgehobenes Denkmal der Ostmoderne erhalten. Dass mit dem Abriss nach Senatswillen am 7. Oktober, dem Gründungstag der DDR, begonnen wird, ist zwar Zufall. Aber symbolträchtig ist dies nach dem Verlust herausragender Bauten wie dem Ahornblatt und dem Palast der Republik und dem drohenden Abriss des Sport- und Erholungszentrums (SEZ) dennoch.“

Kristian Ronneburg, sportpolitischer Sprecher, erklärt:


„Da sich die Haushaltslage Berlins unter CDU und SPD absehbar nicht bessern wird, befürchten wir, dass mit dem Stadion-Abriss Fakten geschaffen werden sollen und am Ende der organisierte und unorganisierte Breitensport auf der Strecke bleiben werden. Wir fordern: Sanierung des Stadions vor Neubau und ein Inklusionsstadion für alle mit Vorrang für Schulsport, lokalen Vereinssport für Kinder und Jugendliche sowie unorganisierten Freizeitsport auf den Freiflächen.“

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