Solidarität mit den Beschäftigten bei der IAV - Stammsitz in Berlin erhalten!
Der Automobildienstleister IAV GmbH hatte bereits vor Wochen angekündigt, bundesweit rund 1.400 Stellen abbauen zu wollen. Vergangene Woche wurden nun Pläne bekannt, im Zuge dessen den Stammsitz des Unternehmens in Berlin komplett zu schließen und das Werksgelände zu verkaufen. Den rund 1.250 Beschäftigten droht der Verlust ihres Arbeitsplatzes und Berlin der Verlust eines wichtigen Industrieunternehmens.
Dazu erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Elif Eralp:
"Wir stehen an der Seite der Beschäftigten und unterstützen ihren Kampf für den Erhalt des Stammsitzes der IAV in Berlin. Es kann doch nicht sein, das hochbezahlte Unternehmensvorstände, die jahrelang die Umstellung auf Elektromobilität verschlafen haben, weiter hohe Gehälter und Boni einstreichen, während über 1.000 Beschäftigte für deren Fehler mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes bezahlen sollen.
Die Autokonzerne haben die Transformation in der Automobilindustrie verschlafen. Wenn sie wieder Anschluss kriegen wollen, müssen sie gerade bei Entwicklern wie der IAV investieren, nicht kürzen und entlassen. Statt gut ausgebildete und hochqualifizierte Arbeitskräfte auf die Straße zu setzen, braucht es einen Plan und Investitionen in die Transformation des Unternehmens. Berlin mit seiner vielfältigen Wissenschaftslandschaft bietet dafür noch immer beste Voraussetzungen.
Die IAV GmbH gehört zur Hälfte dem VW-Konzern, aber auch die Milliardärsfamilie Schaeffler hält hier Anteile und haben gut daran verdient. Sie stehen daher jetzt auch in der Verantwortung für dessen Zukunft und der Senat muss die einfordern. Kai Wegner muss mit seinem niedersächsischen Amtskollegen sprechen und ihn auffordern beim Eigentümer VW zu intervenieren."

