Für Bildungsgerechtigkeit

Mehr Gemeinschaftsschulen für Berlin!

Längeres gemeinsames Lernen von der Einschulung bis zum Abschluss reduziert herkunftsbedingte Bildungsungleichheit. Es erhöht den Bildungserfolg aller Schüler*innen und bietet ihnen einen verlässlichen Rahmen ohne Übergänge und Brüche. Die Berliner Gemeinschaftsschulen stehen somit für Bildungsgerechtigkeit, für gelebte Inklusion und demokratische Schulkultur. Sie sind seit 2008/09 ein Erfolgsprojekt und werden von Eltern und Schüler*innen stark nachgefragt. Dennoch stockt der Ausbau seit Jahren. Auf unserer Bildungskonferenz wollen wir diskutieren, wie wir ihn wieder voranbringen und die Gemeinschaftsschule tatsächlich zur Schule der Zukunft machen können.

Die Tagung richtet sich an Pädagog*innen, Schüler*innen, Eltern und alle an Bildungspolitik Interessierten.

Wann: Sa, 13. Juni, 10.00 - 17.00 Uhr
Wo: Fritz-Karsen-Schule, Onkel-Bräsig-Straße 76/78 (U Blaschkoallee)

Wir bitten um Anmeldung bis zum 7. Juni 2026.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Die Linke Fraktion Berlin und der Rosa-Luxemburg-Stiftung

 

Programmübersicht

ZeitProgrammpunktReferent*innen (Aktueller Stand)
ab 9.45 UhrAnkommen 
10.00 - 10.15 UhrBegrüßungElif Eralp, MdA (Linksfraktion Berlin)
10.15 - 10.30 UhrGrußwortRobert Giese (GGG - Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule Berlin)
10.30 - 12.00 UhrKeynote "Die PRIMUS-Schule als inklusive Langformschule. Befunde aus zehn Jahren wissenschaftlicher Begleitforschung"

Dr. Sven Pauling (Universität Oldenburg)

Moderation: Dr. Katrin Schäfgen (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

12.00 - 13.00 UhrMittagspause 
13.00 - 15.00 UhrWorkshopphase 
 Wege zur Gemeinschaftsschule I: Umwandlungen und Fusionen

Andy Hehmke (Bezirksstadtrat für Schule, Sport und Facility Management Friedrichshain-Kreuzberg), Matthias Sandau (FiBS - Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie), Miriam Pech (Stellvertretende Vorsitzende BISSS, Schulleiterin Heinz-Brandt-Schule)

Moderation: Katja Müller (Linksfraktion Berlin)

Wege zur Gemeinschaftsschule II: Neubau

Stefanie Lehrmann (Schulleiterin 14. Schule Marzahn-Hellersdorf), Regina Kittler, MdA (Linksfraktion Berlin)

Moderation: Claudia Engelmann, MdA (Linksfraktion Berlin)

Daten: Warum sind Gemeinschaftsschulen so erfolgreich?

Inputs: Ulrich Vieluf (Staatsrat a.D. und Mitverfasser der wissenschaftlichen Begleitung der Berliner Pilotphase), Prof. Dr. Doris Wittek (Universität Halle-Wittenberg)

Kommentar: Dr. Sven Pauling (Universität Oldenburg)

Moderation: Dr. Katrin Schäfgen (Rosa Luxemburg-Stiftung)

Inklusion

Robert Giese (Schulleiter Fritz-Karsen-Schule a.D. und GGG), Maike Dieckmann (Berliner Bündnis für schulische Inklusion), Daniel Dolležal (AG Inklusion der GEW Berlin)

Moderation: Uta Jost-Schrader (LAG Bildung)

Pädagogisches Konzept und Schulkultur

Prof. Dr. Sabine Achour (Freie Universität Berlin), Tim Bredtmann (Lehrkraft)

Moderation: Tom Erdmann (LAG Bildung)

15.00 - 15.30 UhrKaffeepause 
15.30 - 17.00 UhrAbschlusspodium

Franziska Brychcy, MdA (Linksfraktion Berlin), Landesschüler*innenausschuss (angefragt), Landeselternausschuss (angefragt), Anja Bensinger-Stolze (Mitglied des geschäftsführenden Vorstands der GEW), Daniel Dolležal (AG Inklusion der GEW Berlin)

Moderation: Philipp Dehne (LAG Bildung)

Workshopübersicht

Wege zur Gemeinschaftsschule I

Umwandlungen und Fusionen

Immer wieder machen sich in Berlin engagierte Schulgemeinschaften auf den Weg zur Gemeinschaftsschule und beschließen, sich in eine Gemeinschaftsschule umzuwandeln oder mit einer in der Regel benachbarten Schule zu fusionieren. Doch dass diese Schulen dann tatsächlich irgendwann werden (dürfen), ist keineswegs ausgemacht. Welche Hürden stehen ihnen dabei im Weg und was brauchen sie, um tatsächlich Gemeinschaftsschule zu werden?

Wege zur Gemeinschaftsschule II

Neubau

Mit der Berliner Schulbauoffensive hat das Land Berlin eines der bundesweit größten Investitionsprogramme in die öffentliche Infrastruktur aufgelegt. Doch anders als im Koalitionsvertrag 2016 angekündigt, wurden bisher keineswegs vorrangig Gemeinschaftsschulen neu gebaut. Warum ist das so, welche besonderen Herausforderungen gibt es beim Neubau von Gemeinschaftsschulen und was hat es mit den sogenannten „temporären Gemeinschaftsschulen“ auf sich?

Warum sind Gemeinschaftsschulen so erfolgreich?

Daten

In diesem Workshop wollen wir diskutieren, warum Gemeinschaftsschulen erfolgreich zur Bildungsgerechtigkeit beitragen und auf welchen Wegen ihnen dies gelingt. Dazu haben wir Expert*innen eingeladen, die die Einführung der Gemeinschaftsschulen in Berlin und den Schulversuch PRIMUS-Schulen in NRW wissenschaftlich begleitet haben.

Inklusion

An den Berliner Gemeinschaftsschulen wird Inklusion gelebt. Fast neun Prozent der Schüler*innen haben sonderpädagogischen Förderbedarf. Zum Vergleich: An Gymnasien sind es weniger als ein Prozent. Im Workshop soll es darum gehen, warum die Schulform Gemeinschaftsschulen ganz besonders für die Umsetzung der UN-BRK steht, auf welche Herausforderungen die Schulen dabei treffen und welche Anforderungen an inklusive Schulentwicklung sich daraus ableiten lassen.

Pädagogisches Konzept und Schulkultur

Welche Schulkultur braucht es, um gemeinsam zu lernen und Schule gemeinsam zu gestalten? Gemeinschaftsschulen stehen nicht nur für längeres gemeinsames Lernen, auch viele reformpädagogische Ansätze werden hier praktisch gelebt: der weitestgehende Verzicht auf Ziffernnoten, das Lernen in heterogenen Lerngruppen ohne äußere Differenzierung, jahrgangsübergreifendes Lernen auch nach der Schuleingangsphase. Großer Wert wird zudem auf Partizipation gelegt. Welche Gelingensbedingungen gibt es aus Sicht von Schüler*innen, Beschäftigten und Eltern, damit das Konzept Gemeinschaftsschule von unten mit Leben gefüllt werden kann? Was brauchen sie, um erfolgreich zu arbeiten?

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