Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen
Einladung zur Filmvorführung
Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen zeigen wir im Rahmen der Aktionswoche den Film „Luisa" mit anschließendem Gespräch.
Wann: Montag, 23. November 2026
Einlass ab 17:30 Uhr
Filmbeginn: 18:00 Uhr
Wo: Abgeordnetenhaus von Berlin
Multimediaraum (Kino), Margot-Friedländer-Platz, 10117 Berlin
Eine Teilnahme ist ausschließlich vor Ort möglich. Aufgrund der begrenzten Platzkapazitäten im Berliner Abgeordnetenhaus bitten wir um vorherige Anmeldung.
Im Anschluss findet ein Gespräch mit Pia Witthöft, Vertreterin der Mutstelle Berlin (Lebenshilfe gGmbH), der Schauspielerin Trixi Strobel, die im Film die Figur der Lea (Bezugsbetreuerin von Luisa) verkörpert und unserer Sprecherin für feministische Politik der Fraktion Die Linke im Berliner Abgeordnetenhaus statt.
Die Veranstaltung findet anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen statt und fragt, wie gut Frauen mit Behinderungen und Lernschwierigkeiten vor Gewalt geschützt sind. Sie sind deutlich häufiger von sexualisierter, psychischer und körperlicher Gewalt betroffen. Gerade in Wohneinrichtungen bestehen jedoch weiterhin Schutzlücken: Es fehlen verbindliche Standards für Gewaltschutzkonzepte, Frauenbeauftragte und eine stärkere Vernetzung mit Antigewalt-Beratungsstellen.
Die anstehende Novellierung des Berliner Wohnteilhabegesetzes bietet die Chance, Gewaltschutz und Mitbestimmung zu stärken. Das Land Berlin muss Frauen mit Behinderungen besser vor Gewalt schützen, ihre Selbstbestimmung stärken und ihnen echte Mitbestimmung in ihrem Wohnumfeld ermöglichen.
Zum Film:
Luisa ist vor Kurzem von zu Hause ausgezogen und neugierig, was das Leben für sie bereithält. Sie liebt Partys, ist für jeden Spaß zu haben und lässt sich auf Flirts und kleine Abenteuer ein. Sie lebt in der Wohngruppe einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung am Rande einer deutschen Kleinstadt, wo sie Unterstützung in ihrem oft turbulenten Alltag erhält. Unbemerkt wird Luisa zunehmend stiller – das Leben in der Wohngruppe geht weiter, bis unerwartet festgestellt wird, dass Luisa schwanger ist. Sie selbst schweigt darüber, wie es dazu kam. Da bekannt ist, dass ihr Freund Anton nicht zeugungsfähig ist, liegt der Verdacht auf sexuellen Missbrauch nahe. Luisa entscheidet sich, die Schwangerschaft abbrechen zu lassen. Die Polizei wird eingeschaltet, um zu klären, ob eine Straftat vorliegt. Die Ermittlungen werden zur Belastungsprobe – für Luisa, für ihre Beziehung zu Anton und für das gesamte Personal der Wohneinrichtung.
Weitere Informationen:
Die Filmvorführung ist kostenfrei. Der Film wird in deutscher Sprache mit deutschen Untertiteln zur besseren Verständlichkeit gezeigt. Das im Anschluss stattfindende Gespräch wird durch Gebärdensprachdolmetscher:innen begleitet.
Während und nach dem Film ist ein inklusives Awareness-Team der Lebenshilfe vor Ort. Das Team ist für Sie da, wenn der Film unangenehme oder belastende Gefühle auslöst. Sie können mit dem Team darüber sprechen und Unterstützung bekommen.
Barrierefreie Filmfassung über die GRETA-App
Der Film ist über die kostenlose GRETA-App barrierefrei zugänglich. Die App bietet unter anderem Audiodeskription, Untertitel und Hörverstärkung und synchronisiert diese automatisch mit dem Film.
Wer Unterstützung bei der Einrichtung benötigt, schreibt uns bitte vorab eine E-Mail und kommt am Veranstaltungstag bereits ab 17.30 Uhr. Bitte dafür das eigene Smartphone und passende Kopfhörer mitbringen. Am besten die GRETA-App vorab herunterladen.
Deutschland, 2025 | Drama, 94 Minuten
Regie: Julia Roesler
Altersfreigabe: FSK 12

