Selbstbestimmt wohnen statt verwaltet leben
Mehr Teilhabe, Selbstwirksamkeit und Mitbestimmung für Menschen mit Behinderungen im Wohnteilhabegesetz verankern
Die amtierende schwarz-rote Koalition hat es in ihrer bislang andauernden Amtszeit versäumt, das Wohnteilhabegesetz grundlegend weiterzuentwickeln. Dabei wäre eine umfassende Qualifizierung dringend notwendig – insbesondere, um die Mitgestaltungs-, Mitbestimmungs- und Selbstvertretungsrechte von Menschen mit Behinderungen im Bereich Wohnen deutlich zu stärken.
Wohnen ist ein zutiefst persönlicher und zentraler Lebensbereich. Umso selbstverständlicher sollte es sein, dass Menschen mit Behinderungen bei der Gestaltung von Gemeinschaftsräumen, der Auswahl neuer Mitarbeitenden sowie neuer Mitbewohnenden mitentscheiden können. Ihre Wünsche, Meinungen und Bedürfnisse müssen frei und wirksam eingebracht werden können.
Gemeinsam mit unseren Podiumsgästen diskutieren wir:
- wie Mitbestimmung in Wohneinrichtungen derzeit tatsächlich gelebt wird,
- wie Wünsche, Ideen und Perspektiven von Bewohnenden stärker berücksichtigt werden können,
- und wie Träger und Betreiber von Wohneinrichtungen ihrer Verantwortung gerecht werden.
Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem:
- die Stärkung von Bewohner:innenbeiräten,
- die Rolle von Frauenbeauftragten,
- weitergehende Beschwerdemöglichkeiten,
- Assistenzbedarfe zur Wahrnehmung von Rechten
- sowie der Ausbau von Gewaltschutz und Beteiligungsstrukturen.
- Wer diese Rechte stärkt, begegnet Menschen mit Behinderungen mit Respekt und auf Augenhöhe.
Wir möchten mit Vertreter:innen der Behindertenhilfe sowie mit Selbstorganisierten über die notwendige Weiterentwicklung des Wohnteilhabegesetzes ins Gespräch kommen. Ziel ist es, durch eine breite öffentliche Debatte sowohl die aktuelle als auch die kommende Landesregierung dazu zu bewegen, das Gesetz umfassend zu öffnen und um echte Mitbestimmung, wirksamen Gewaltschutz und verbindliche Beteiligung zu erweitern.
Im Gespräch mit
- Wencke Pohle, Referentin für Sozialpolitik, Lebenshilfe Berlin e.V.
- Annika Stephan, Mitglied Wohnbeirat, Büro für Selbstvertretung der Lebenshilfe Berlin e.V.
- Ulrike Haase, Landesbeirat für Menschen mit Behinderungen Berlin
- Christian Peth, Referent für Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, Der Paritätische Berlin
Moderation: Elke Breitenbach, Sprecherin für Pflege und bürgerschaftliches Engagement der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus
Das Fachgespräch findet am Mittwoch, denn 22. April von 18.00 bis 20.00 Uhr im Abgeordnetenhaus von Berlin, (Raum 113), Niederkirchnerstraße 5, 10111 Berlin statt.
Eine Teilnahme ist vor Ort und digital möglich. Wegen begrenzter Platzkapazitäten im Berliner Abgeordnetenhaus bitten wir um vorherige Anmeldung, ob Teilnahme vor Ort oder digital angestrebt wird, unter:
breitenstein@linksfraktion.berlin
Bitte bedenken Sie, dass für eine Teilnahme vor Ort beim Betreten des Abgeordnetenhauses eine Einlasskontrolle notwendig ist. Bitte führen Sie hierzu ein persönliches Ausweisdokument mit.
