Bildung
Gute Bildung ist eine Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben und die Teilhabe an einer demokratischen, inklusiven und solidarischen Gesellschaft. Daher treten wir dafür ein, dass der Zugang zu guter Bildung nicht von der finanziellen Situation der Eltern oder dem Stadtteil, in dem man wohnt, abhängt.
In Berlin ist seit 2017 viel geschehen, um diesem Ziel näher zu kommen. Kita- und Hortbeiträge für die Klassen 1 - 3 wurden abgeschafft. Auch das Mittagessen für die Klassen 1 bis 6 und das Schüler:innenticket gibt es kostenlos. Seit dem Schuljahr 2018/2019 erhalten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Schulbücher, Arbeitshefte, Wörterbücher, Atlanten kostenlos als Leihgabe der Schule. 2018 verankerte Rot-Rot-Grün Gemeinschaftsschulen verbindlich als reguläre Schulform im Schulgesetz. Eine Schulbauoffensive wurde gestartet, um die Sanierung maroder und den Bau neuer Schulen voranzubringen. Mit den Hochschulen wurden konkrete Zielzahlen für die Ausbildung von Lehrkräften vereinbart.
In den vergangenen drei Jahren, in denen die CDU der Senatverwaltung für Bildung vorstand, hat sich Berlin leider wieder weiter von diesem Ziel immer entfernt. Der Ausbau von Gemeinschaftsschulen stockt seit Jahren, die schwarz-rote Koalition richtet ihr Augenmerk aktuell fast ausschließlich aufs Gymnasium und betreibt so Klassenpolitik von oben. Mittel für Inklusion wurden drastisch gekürzt, die Förderung von Schulen in eher ärmeren Kiezen und einem entsprechend geprägten sozialen Umfeld zurückgefahren.
Von der Einschulung bis zum Abschluss gemeinsam lernen
Rede von Elif Eralp in der Aktuellen Sunde der Plenarsitzung am 27.08.2026 zum Schulstart
So wie es ist, kann es nicht bleiben: Gute Bildung und Teilhabe für alle Berliner Schüler*innen
6-Punkte-Plan der Fraktion Die Linke Berlin
Beschluss der Fraktion vom 25. August 2026
Junge Menschen in Berlin stärken
Linke Perspektiven für mehr Teilhabe, Mitgestaltung und Anerkennung
Beschluss der Fraktion auf ihrer Klausurtagung am 5. Juli 2025
Kinder- und Familienarmut hat weitreichende Folgen für die Betroffenen: Sie beeinträchtigt nicht nur die materielle Versorgung, sondern auch die Bildungschancen, Gesundheit und soziale Teilhabe. Nach wie vor gibt es Engpässe bei der ganz grundlegenden Infrastruktur: Berlin hat ein Defizit von 27.000 Schulplätzen, Familien finden keinen wohnortnahen Kita- oder inklusiven Schulplatz. Hunderte geflüchtete Kinder und Jugendliche werden sogar gar nicht beschult, es fehlen Kinder- und Jugendärzt*innen und ambulanten wie klinischen Angebote der psychosozialen Versorgung.
Der schwarz-rote Senat verschärft die Situation noch. Er fördert einseitig das Gymnasium, kürzt bei Familienförderung, Jugendarbeit. Statt umfassender Persönlichkeitsentwicklung steht für die Bildungsverwaltung in der Schule nur noch Lesen-Schreiben-Rechnen im Fokus, die schulische Inklusion wird schrittweise rückabgewickelt.
Positionspapier Junge Menschen in Berlin stärken downloaden
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