Gegen Rechts

Der Antifaschismus gehört zu unseren wichtigsten Traditionslinien und unserem Selbstverständnis. Die Rechtsentwicklung in den USA, in Europa, das Erstarken der AfD sowie rechter Bewegungen zeigen, dass die Schuldzuweisung für soziale Probleme an Minderheiten und Geflüchtete nach wie vor Früchte tragen. Immer wieder kommt es zu Angriffen auf Antifaschist*innen, auf Unterkünfte von Geflüchteten, auf nicht-weiße Menschen und queere Menschen. Mindestens ebenso gefährlich wie organisierte Rechtsextreme sind rassistische Ausfälle aus der sogenannten »Mitte der Gesellschaft«, die wachsende Zustimmung zu autoritären Werten und die Aushöhlung der Demokratie.
All dem stellen wir uns entgegen. Berlin hat eine starke Zivilgesellschaft, die gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Homophobie arbeitet. Vor dem Hintergrund der erstarkenden Bedrohungslage ist es geboten, zivilgesellschaftliche Projekte und Strukturen wie mobile Beratungsteams oder Opferberatungsstellen weiter zu stärken. 

AfD-Verbotsverfahren einleiten!

Die Linke tritt für die Einleitung eines Parteiverbotsverfahrens beim Bundesverfassungsgericht gegen die AfD ein. Spätestens seitdem der Verfassungsschutz die AfD insgesamt als "gesichert rechtsextremistisch“ eingestuft hat, ist es Zeit zu handeln. Auch weitere Erkenntnisse aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft belegen: von der AfD geht die größte Bedrohung für die freiheitlich demokratische Grundordnung seit 1949. Deshalb haben wir zusammen mit der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen einen Antrag eingebracht, in dem der Senat aufgefordert wird, sich für die zügige Einleitung eines Verbotsverfahrens einzusetzen. Dabei ist uns bewusst, das ein Verbot der AfD kein Allheilmittel ist. Die extrem rechten Strukturen müssen auf allen Ebenen bekämpft und vor allem entwaffnet werden. 

Wir wollen die von der AfD befeuerte Spirale aus Hass, aus Entmenschlichung und Abstumpfung gegenüber den schlimmsten Verbrechen der Menschheit stoppen. Wer „Nie wieder“ ernst meint, muss jetzt jedes Mittel unserer wehrhaften Demokratie nutzen und in Verbotsverfahren unterstützen. Es gilt zu verhindern, dass die AfD die Macht bekommt, unsere Demokratie und ihre Institutionen abzuschaffen. Die verfassungsfeindliche AfD darf zudem nicht mehr von öffentlichen Geldern der Parteienfinanzierung profitieren!

In der Plenarsitzung am 4. Dezember 2025 kam es zur Abstimmung über den Antrag. Da die SPD vermeiden wollte, ihn abzulehnen, die CDU wiederum ihm nicht zustimmen wollte, hatten sich die beiden Koalitionspartner kurzfristig auf einen Ersetzungantrag verständigt.

Elif Eralp, Sprecherin für Migration, Partizipation und Antidiskriminierung, kritisierte in der Debatte das vor allem die CDU damit ein klares Bekenntnis zur Unterstützung eines AfD-Verbots zu vermeiden versucht. 

Rede anschauen

Fachgespräch "Kein Rechtsruck im Klassenzimmer. Was tun gegen die extreme Rechte an Berliner Schulen?"

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Untersuchungsausschuss zum rechten Terror in Neukölln

Brandanschläge, Sachbeschädigungen, Drohungen - in Bezug auf die rechte Terrorserie in Neukölln und die Ermittlungen dazu sind noch viele Fragen offen. Diese wollen wir in einem Untersuchungsausschuss aufklären. Weiterlesen

Pressemitteilungen

In den vergangenen drei Jahren haben die Fälle von rechten Vorfällen und Straftaten an Berliner Schulen zugenommen, darunter Volksverhetzung, das Verwenden verfassungsfeindlicher Symbolik und teilweise sogar Beleidigung und Körperverletzung. Das ergab die Antwort auf eine Anfrage von Ferat Koçak, Sprecher für Antifaschismus der Linken im… Weiterlesen

Zu den heute Morgen durchgeführten Hausdurchsuchungen in Berlin, Brandenburg und Sachsen bei Akteuren der Neonazi-Partei „Der III. Weg“ erklären die Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Abgeordnetenhaus von Berlin, Anne Helm und deren innenpolitischer Sprecher, Niklas Schrader: „Das länderübergreifende koordinierte Vorgehen gegen die organisierte… Weiterlesen

CDU- und SPD-Fraktion haben heute dem Abgeordnetenhaus einen dringlichen Antrag mit dem Titel „Schluss mit Terror-Propaganda: Verbot des roten Dreiecks der Hamas jetzt!“ zur sofortigen Abstimmung vorgelegt. Die Linksfraktion hat sich bei dieser Abstimmung enthalten. Dazu erklärt der Sprecher für Innenpolitik und parlamentarischer Geschäftsführer… Weiterlesen

Plenarreden

Rede von Elif Eralp in der Aktuellen Stunde des Berliner Abgeordnetenhauses zum Tag gegen Rassismus am 21. März 2023. Weiterlesen

Rede des Fraktionsvorsitzenden, Carsten Schatz, in der Aktuellen Stunde des Abgeordnetenhauses am 18.01.2024 Weiterlesen

Anfragen (pdf)

Drucksache 19 / 14 330 - Welche Versammlungen mit wie vielen jeweiligen Teilnehmer*innen mit Organisierung von oder unter Beteiligung der verschwörungsideologischen rechten Gruppierung „Freie Geister“ bzw. „Alexanderplatz Wir Zusammen“ haben nach Kenntnis des Senats im Jahr 2022 wann genau, mit welchen jeweiligen Aufzugstrecken und welchem… Weiterlesen

Drucksache 19 / 13 725 - Wie viele Teilnehmer*innen zählte/schätzte die Polizei auf der AfD-Kundgebung am 8.10.2022 sowie auf den Gegenprotesten? Weiterlesen

Drucksache 19 / 13 442 - Laut Drucksache 19/12535 liegt gegen eine von insgesamt acht Personen, gegen die Haftbefehle der Berliner Justiz vorliegen und die sich im Ausland befinden, ein internationaler Haftbefehl vor. Inwiefern wurden internationale Fahndungsausschreibungen auch bei den anderen sieben sich im Ausland befindlichen Personen geprüft,… Weiterlesen

Anträge (pdf)

Drucksache 18/3736 - Das Abgeordnetenhaus von Berlin steht solidarisch an der Seite Israels und bekennt sich zu Israels Existenz- und Selbstverteidigungsrecht. Antisemitische Hasstiraden gegen Israel und Jüdinnen und Juden, die den Terror der Hamas unterstützen, wie bei Demonstrationen amletzten Wochenende, sind inakzeptabel und unerträglich. Weiterlesen

Drucksache 18/2256 - Der Senat wird aufgefordert, Paul von Beneckendorff und von Hindenburg, der seine Ehrenbürgerwürde 1933 für seine Verdienste bei der Etablierung der NS-Herrschaft erhielt, aus der Ehrenbürgerliste Berlins zu streichen. Weiterlesen