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Aids beenden: weitere Schritte sind gemacht

Zum morgigen Welt-Aids-Tag startet in Berlin die Kooperation zwischen der Test- und Behandlungsstelle Checkpoint BLN und der Clearingstelle für nicht krankenversicherte Menschen. Damit können Menschen ohne Krankenversicherung oder mit ungeklärtem Versicherungsstatus eine HIV-Therapie bekommen.

Dazu erklärt der Vorsitzende der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus Carsten Schatz:

„Berlin macht weitere Schritte auf dem Weg, Aids zu beenden. 2016 haben wir uns mit dem Beitritt zur Initiative „Fast-Track-Cities“ folgende Ziele gesteckt: 90% der Menschen mit HIV sind getestet und wissen von ihrer Infektion; 90% der positiv auf HIV getesteten Menschen sind in Therapie; 90% der in Behandlung befindlichen HIV-positiven Menschen haben keine messbare Viruslast mehr und können andere nicht anstecken. Diese Ziele hat Berlin erreicht und teilweise schon übertroffen. Im rot-grün-roten Koalitionsvertrag wurde sich deshalb darauf verständigt, noch einen Schritt weiter gehen zu wollen und die Ziele auf jeweils 95% zu erhöhen.

Um das zu schaffen, muss vor allem das Wissen über die Infektion erhöht werden. Dafür ist es dringend notwendig, möglichst einfache und niedrigschwellige Test- und Behandlungsangebote für alle zu schaffen. Ich freue mich deshalb sehr, dass mit der Kooperation von Checkpoint BLN und der Clearingstelle endlich auch Behandlungen für Menschen ohne Krankenversicherung sichergestellt werden können. Gesundheitsschutz muss für alle Menschen gewährleistet werden und niemand darf aufgrund von mangelndem Versicherungsschutz durchs Raster fallen.

Zudem müssen wir als Gesamtgesellschaft weiter die Diskriminierung von Menschen mit HIV und Aids bekämpfen. Denn die Angst vor der Stigmatisierung ist nach wie vor ein großer Faktor, der Menschen davon abhält, sich testen zu lassen, und damit zur Verbreitung des Virus beiträgt. Dagegen hilft nur, das Wissen zu Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten weiter zu verbreiten.“

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