Bessere Arbeitsbedingungen und mehr Vorfahrt für den Bus – Senatorin Schreiner muss aktiv werden

Kristian RonneburgDie Linke im AbgeordnetenhausÖff. Nahverkehr

Die BVG hat heute presseöffentlich mitgeteilt, dass sie zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember die Leistungen im Busverkehr um 6 Prozent auf nun 94 Prozent zusammenkürzen wird. Der Grund für die Kürzungen ist der eklatante Personalmangel im Busbereich. Die BVG hat erklärt ihre Ausbildungsoffensive zu intensivieren und weitere konkrete Maßnahmen zur Arbeitsentlastung auf dem Weg zu bringen, um den Job attraktiver zu machen. Aussagen von Senatorin Schreiner zielen bisher darauf, dass die BVG den Verkehrsvertrag erfüllen solle. Die Linksfraktion im Abgeordnetenhaus vermisst konkrete Initiativen der für den Verkehr in der Stadt zuständigen Senatorin.
 

Dazu erklärt Kristian Ronneburg, Sprecher für Mobilität der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus:


„Senatorin Schreiner sollte nicht nur auf den Verkehrsvertrag verweisen, sondern auch aktiv etwas unternehmen, dass dieser von der BVG auch eingehalten werden kann.

Dazu gehört zum Beispiel, dafür Sorge zu tragen, dass die Busfahrerinnen und Busfahrer nicht mehr im Stau stehen müssen. Je langsamer der Bus wird, desto mehr Personalbedarf gibt es – eine einfache Logik. 

Vertreter der CDU, waren in der Vergangenheit besonders stolz darauf, dass Busspuren in dieser Stadt weggeklagt wurden. Nun hat man anscheinend den Bock zum Gärtner gemacht. Die CDU muss verstehen, dass Busspuren keine Gängelung von Autofahrern sondern ein wichtiger Baustein für die Attraktivität des Nahverkehrs für die Fahrgäste dieser Stadt sind. Mit Busspuren und Ampel-Vorrangschaltungen können wir den Bus schneller durch die Stadt bringen. Wir erwarten, dass die Senatorin unverzüglich ein solches Maßnahmenpaket auf den Weg bringt.

Auch die BVG muss weitere Maßnahmen auf den Weg bringen: Die Bezahlung insbesondere für neue Fahrerinnen und Fahrer muss verbessert und die Arbeitsbedingungen besonders im Schichtdienst müssen attraktiver werden, zum Beispiel durch eine stärkere Berücksichtigung persönlicher Belange der Fahrenden.

Wir erwarten, dass BVG und Senat nun schleunigst ein Maßnahmenpaket für schnelleren Busverkehr und gute Arbeitsbedingungen für die Busfahrerinnen- und fahrer auf den Weg bringen.“