Keine Bebauung des Tempelhofer Feldes
Zur den heute auf einer Pressekonferenz der Initiative „Zuhause am Tempelhofer Feld“ vorgestellten Plänen zur Bebauung des Tempelhofer Feldes mit 21.400 Wohnungen erklärt der Sprecher für Klimapolitik und Stadtentwicklung der Fraktion Die Linke, Michael Efler:
"Nur wenige Tage vor dem Jahrestag des Volksentscheids eine Pressekonferenz zur massiven Bebauung des Tempelhofer Felds Volksentscheid zu halten, ist ein Affront gegenüber der Initiative und den Willen der Berliner* innen.
Das Tempelhofer Feld ist in seiner Art einzigartig und muss unbebaut bleiben, um den Berliner*innen als sozialer Begegnungsraum, Grünfläche, Ort für Erholung und Sport sowie als Kaltluftschneise zur Kühlung der Stadt erhalten zu bleiben.
Dass Berlin mehr Wohnraum braucht, ist unbestritten. Doch diesen Bedarf durch eine Bebauung der größten innerstädtischen Freifläche Europas decken zu wollen, ist falsch und irreführend. Berechnungen zeigen, dass der Wohnraumbedarf in Berlin auch ohne eine Bebauung des Tempelhofer Felds gedeckt werden kann, etwa durch Bebauung bereits versiegelter Flächen, die Aufstockung von Bestandsgebäuden wie Supermärkten, den Umbau leerstehender Bürogebäude sowie auf eine konsequente Bekämpfung illegaler Ferienwohnungen und von Leerstand.
Die Linke steht weiterhin zum Volksentscheid und lehnt jede Form der Bebauung des Tempelhofer Feldes grundsätzlich ab. Vor zwölf Jahren haben die Berliner*innen eine klare Entscheidung getroffen und sich gegen die Bebauung des Tempelhofer Feldes ausgesprochen. Bis heute gibt es dadurch das einzige durch einen Volksentscheid beschlossene Gesetz im Land Berlin. Der Volksentscheid hat gezeigt, dass direkte Demokratie wirksam Veränderungen anstoßen kann und den Weg für weitere Volksentscheide geebnet."

