Links wirkt: Wassertemperatur in den Sommerbädern steigt 2026 wieder auf 22 Grad

Im heutigen Sportausschuss im Abgeordnetenhaus stand die Auswertung der Badesaison auf der Tagesordnung. Im Zuge von Sparauflagen hatten die Berliner Bäder-Betriebe für die Sommersaison 2025 die Beheizung der meisten Sommerbäder gestrichen. Dies führte insbesondere in den kühleren Phasen des Sommers zu Wassertemperaturen deutlich unter 20 Grad, was massive Kritik von Sportvereinen, der DLRG und Öffentlichkeit hervorrief. Die Linksfraktion hatte das Thema mehrfach auf die Tagesordnung des Sportausschusses gesetzt und eine Rückkehr zur regulären Stütztemperatur gefordert. 

Heute wurde nun bekanntgegeben, dass die Wassertemperatur in den Berliner Sommerbädern für die Saison 2026 wieder auf die reguläre Stütztemperatur von 22 Grad angehoben wird.

Dazu erklärt der sportpolitische Sprecher der Linksfraktion, Kristian Ronneburg:

„Das Bibbern hat ein Ende – Links wirkt! Es ist eine gute Nachricht für alle Berliner Schwimmfans, Familien und Senior*innen, dass der Senat unserem Druck nachgegeben hat: Ab der Saison 2026 wird in den Sommerbädern wieder eine Stütztemperatur von 22 Grad garantiert. Das Experiment, die Energiekosten auf dem Rücken der Badegäste zu senken, ist gescheitert und darf sich nicht wiederholen.

​Wir haben im Sportausschuss und in der Öffentlichkeit das ganze Jahr 2025 über deutlich gemacht: Ein Schwimmbad, in dem Kinder mit blauen Lippen nach zehn Minuten aus dem Wasser müssen und Seniorinnen und Senioren sich nicht mehr hineintrauen, verfehlt seinen sozialen Auftrag. Die Debatten der vergangenen Monate, geprägt von zahlreichen Beschwerden und Petitionen enttäuschter Badegäste, haben gezeigt, dass Daseinsvorsorge nicht kaputtgespart werden darf. Gerade in einem verregneten Sommer wie diesem wurde schmerzlich deutlich, dass reine Sonnenheizung in unseren Breiten nicht ausreicht, um verlässlichen Schwimmsport zu gewährleisten.

​Dass die Berliner Bäderbetriebe nun die Mittel erhalten, um die Wassertemperatur wieder auf ein menschenwürdiges Niveau anzuheben, ist ein direkter Erfolg unserer hartnäckigen Arbeit im Parlament. Wir haben mit unserem Antrag ‚Berliner Bäder für alle‘ im Mai den Finger in die Wunde gelegt. Jetzt gilt es, diesen Standard dauerhaft zu sichern, damit der Besuch im Freibad nicht wieder zur Zitterpartie wird.“