Kassensturz beim Prestigeprojekt Stadionneubau im Jahnsportpark

Zum heutigen Bericht des Senators für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Christian Gaebler, über den Stand der Bauarbeiten im Jahnsportpark und vor der morgigen Befassung mit dem Thema im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses, erklärt der Sprecher für Sport und Mitglied des Hauptausschusses, Kristian Ronneburg:

„Der Senat steuert die erforderliche Modernisierung des Jahnsportparks in ein sportpolitisches und haushalterisches Desaster. Kosten- und Zeitplan für den Abriss des alten Stadions sind aus dem Ruder gelaufen. Gleiches ist für den Stadionneubau bereits vor seinem Start nach dem für das 3.Quartal 2026 erhofften Ende der Abrissarbeiten Realität. Der Senat geht derzeit schönfärberisch von Kosten von 207,5 Mio. Euro aus. Allerdings wird eine Entwicklung bis auf 250 Mio. Euro schon nicht mehr ausgeschlossen und ist sogar wahrscheinlich. Ursprünglich sah die Planung ein Budeget von 97 Mio. Euro für den Stadionneubau vor.

Die Linksfraktion fordert, den Beschluss über die vom Senat für Mittwoch, 18.Februar, im Hauptausschuss beantragte Freigabe der Mittel für den Stadionneubau zu verschieben, um zum einen größere Klarheit über tatsächliche Kostenentwicklung herstellen zu können. Dazu gehört auch die Offenlegung der tatsächlichen Kostenentwicklung beim Abriss des alten Stadions. Zum anderen muss das Gesamtvorhaben auf den Prüfstand, um es von einem „Leuchturmprojekt“ des Prestiges von Politikern und Funktionären zu einem inklusiven Sportpark für alle zu wandeln. Das spart dem Landeshaushalt viel Geld und schafft für den Vereins-, Schul- und Breitensport nachhaltig mehr neue Möglichkeiten in zentraler Stadtlage.“