Kiez-Sanierung statt Olympia-Milliarden
Am kommenden Wochenende, dem 5. und 6. September 2026, ruft das zivilgesellschaftliche Bündnis „NOlympia Berlin“ gemeinsam mit Initiativen, Sportvereinen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern zu einem berlinweiten Aktionswochenende auf. In zahlreichen Kiezen werden Unterschriften für das Volksbegehren gegen die geplante Olympia-Bewerbung des Berliner Senats gesammelt.
Dazu erklärt Claudia Engelmann, sportpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Abgeordnetenhaus von Berlin:
„Während der schwarz-rote Senat mit dem Rotstift durch die Berliner Bezirke fegt, soziale Einrichtungen und Jugendclubs um ihr Überleben kämpfen und der Sanierungsstau bei unseren kommunalen Schulturnhallen, Sportplätzen und Hallenbädern Rekordhöhen erreicht, träumt der Senat von einem milliardenschweren Olympia-Märchen. Das ist ein finanzpolitischer Blindflug auf Kosten der Berlinerinnen und Berliner. Die Rechnung des Senats, bei Olympia winke gar ein Millionengewinn, ist ein durchschaubarer Milliarden-Bluff. Weltweit hat bisher jedes olympische Event die Steuerkassen geplündert, Mieten und Verdrängung angeheizt und vor allem den elitären Interessen des IOC und großer Sponsoren gedient.
Berlin braucht kein teures Olympia-Roulette für Funktionäre, sondern verlässliche Investitionen in die Sportinfrastruktur vor der eigenen Haustür und freien Zugang zu Sport und Bewegung für alle Kinder und Jugendlichen – ganz gleich, wie dick der Geldbeutel der Eltern ist. Sportpolitik muss für die vielen da sein, nicht für die Show weniger.
Ich rufe alle Berlinerinnen und Berliner auf: Kommen Sie an diesem Wochenende an die Infostände in den Kiezen, öffnen Sie den Sammlerinnen und Sammlern die Tür und setzen Sie mit Ihrer Unterschrift unter das Volksbegehren ein unmissverständliches Stoppsignal gegen den Olympia-Größenwahn und für einen starken Breitensport!“

