Senat muss vom IT-GAU Betroffene schnellstmöglich ermitteln und unterstützen
Die "Versteigerung" der bei dem Angriff auf das Berliner Landesnetz abgeflossenen Daten ist abgelaufen. Soweit aus der "Vorschau" hervorgeht, könnte eine fünfstellige Zahl von Personen betroffen sein, deren Daten in dem Datensatz enthalten sind. Soweit ersichtlich sind dies Namen, Adressen und Bankverbindungen, aber auch Ausweiskopien, Passwörter und sogar Disziplinarakten.
Dazu erklärt der Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Berliner Abgeordnetenhaus, Tobias Schulze:
„Die Erpresser haben den gewünschten Preis nicht erhalten und haben die Daten im Darknet veröffentlicht. Das ist die denkbar ungünstige Konstellation, da jetzt jedermann mit einigen wenigen technischen Kenntnissen auf diese Daten zugreifen kann. Allerdings hat nun auch der Senat die Möglichkeit abzugleichen, ob die bisherigen Vermutungen über die abgeflossenen Daten zutreffen oder nicht. Dies sollte er schnellstmöglich tun und alle von der Veröffentlichung betroffene Personen und Unternehmen benachrichtigen und die bestmögliche Hilfe anbieten.
Wir begrüßen die bisher ergriffenen Sofortmaßnahmen und hoffen, dass sie dazu beitragen, den Schaden zu begrenzen. Für die Zukunft gilt, dass zentrale IT Steuerung muss mit dem bike-shedding aufhören und sich um die großen Baustellen kümmern: zum Beispiel einheitliche Sicherheitsstandards und deren Einhaltung, einen verbindlichen Fahrplan zur Durchsetzung der Abnahmepflicht beim ITDZ. Zudem müssen die Bedingungen für einen nachhaltigen und gut finanzierten Betrieb des ITDZ, idealerweise auch wieder mit eigener Entwicklung, geklärt werden.“

