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Semesterticket nicht durch überzogene Preisanforderungen gefährden!

Zu den blockierten Verhandlungen zum Semesterticket zwischen den Studierendenschaften und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB)

erklären Tobias Schulze, wissenschaftspolitischer Sprecher, und Kristian Ronneburg, verkehrspolitischer Sprecher der Linksfraktion Berlin.

Tobias Schulze: „Das Semesterticket sichert seit Jahrzehnten preiswerte Mobilität für Studierende – dabei soll es bleiben. Die Pandemie hat nicht nur die Verkehrsunternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten gebracht, sondern insbesondere auch viele Studierende. Diese Situation ist bei den Verhandlungen über die Fortführung des Tickets zu berücksichtigen.“

Kristian Ronneburg: „Wir wissen es zu schätzen, dass die Studierendenschaften vor allem aus klima- und verkehrspolitischen Erwägungen heraus am Solidarmodell, also dem verpflichtenden Kauf für alle Studierenden, festhalten wollen. So erhalten die 200.000 Studierenden Berlins einen klaren Anreiz zur Nutzung des ÖPNV. Diese Position der Studierendenschaften sollte nicht durch überzogene Preisforderungen gefährdet werden. Jeder Vertrag muss schließlich eine Mehrheit der Studierenden in einer Urabstimmung finden. In den Kalkulationen ist zu berücksichtigen, dass ein relevanter Teil der zahlenden Studierenden den ÖPNV trotzdem nicht oder nur sporadisch nutzt. Der Preis kann allein deswegen nicht deutlich über dem des Azubitickets liegen. Dieses wird zwar im Unterschied zum Semesterticket subventioniert, ist aber ein freiwilliges Angebot.“

Tobias Schulze ergänzt: „Die Alternative zum Solidarmodell bleibt die Öffnung des Azubi-Tickets für Studierende. Wir als LINKE wollen hingegen das Semesterticket als Solidarmodell erhalten und auf den Preis des Azubi-Tickets senken. Wir stehen dazu bereit die Verhandlungen für ein Solidarmodell weiter zu unterstützen.“


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